Allergologen, Bienenstiche

Allergologen: Bienenstiche werden oft unterschÀtzt

23.08.2024 - 06:55:03

Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) warnt davor, die Folgen von Wespen- und Bienenstichen fĂŒr Allergiker zu unterschĂ€tzen.

"Etwa 20 bis 40 TodesfĂ€lle pro Jahr sind auf eine Allergie gegen Insektengift zurĂŒckzufĂŒhren", sagte DGAKI-Vorstandsmitglied Thilo Jakob der "Rheinischen Post". "Wir gehen davon aus, dass die Dunkelziffer wesentlich höher ist", so Jakob. Die Möglichkeit, eine Immuntherapie mit Insektengift zu machen, werde nach wie vor zu wenig in Anspruch genommen: "Wir gehen davon aus, dass weniger als 20 Prozent der Menschen, die es eigentlich brĂ€uchten, tatsĂ€chlich eine Immuntherapie bekommen", erklĂ€rte Jakob.

"Viele Leute haben keinen Zugang zu einem spezialisierten Zentrum oder bagatellisieren die Gefahr einer erneuten allergischen Reaktion." Auch der VizeprĂ€sident des Ärzteverbands Deutscher Allergologen (AeDA), Thomas Fuchs, hob die Bedeutung einer Immuntherapie bei einer Allergie gegen Wespengift hervor: "Die Therapie ist sehr effektiv und stĂŒtzt vor schweren VerlĂ€ufen", sagte Fuchs der "Rheinischen Post". Der Patient sei dann bei zukĂŒnftigen Stichen geschĂŒtzt, erklĂ€rte Fuchs und ergĂ€nzte: "Mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent kommt es danach nicht mehr zu starken allergischen Reaktionen."

@ dts-nachrichtenagentur.de