Zahl der Badetoten 2025 gesunken
10.03.2026 - 11:29:40 | dts-nachrichtenagentur.deĂber die HĂ€lfte der tödlichen UnfĂ€lle passierte wĂ€hrend der Badesaison von Anfang Mai bis Ende August. Im Juli, einem niederschlagsreichen Monat, ging die Zahl der UnglĂŒcke zurĂŒck, dennoch verloren 52 Menschen ihr Leben im Wasser. Im August ertranken 65 Personen. Die meisten Opfer waren Ă€lter als 60 Jahre, jedoch stieg die Zahl der TodesfĂ€lle unter den 11- bis 30-JĂ€hrigen im Vergleich zum Vorjahr an.
"Das ist besorgniserregend und setzt sich hoffentlich in diesem Jahr so nicht fort", sagte DLRG-PrĂ€sidentin Ute Vogt und fĂŒgte hinzu: "Nur eine Person unter den 73 Opfern in diesen Altersklassen war weiblich. Gerade unter mĂ€nnlichen Jugendlichen und jungen MĂ€nnern sind Ăbermut und SelbstĂŒberschĂ€tzung leider weit verbreitet und ebenso wie der Konsum von Alkohol mitursĂ€chlich fĂŒr tragische UnfĂ€lle." Unter allen Todesopfern bekannten Geschlechts waren auch 2025 vier von fĂŒnf mĂ€nnlich (82 Prozent).
Die Zahl der tödlich verunglĂŒckten Kinder bis zehn Jahre lag mit 13 deutlich unter dem Durchschnitt der vergangenen 25 Jahre (29 FĂ€lle). Zuletzt erfasste die DLRG im Jahr 2012 weniger TodesfĂ€lle in dieser Altersgruppe (12). Hinzu kommen jedes Jahr ErtrinkungsunfĂ€lle, die nicht tödlich enden, aber schwere lebenslange Folgen fĂŒr die Opfer haben. Zudem enthĂ€lt die DLRG-Statistik keine UnglĂŒcksfĂ€lle in den eigenen vier WĂ€nden, also etwa in der heimischen Badewanne.
Die DLRG sieht den SchlĂŒssel zur Reduzierung der Unfallzahlen in verstĂ€rkter PrĂ€ventionsarbeit und fordert einen Ausbau der Schwimmausbildung, insbesondere in Schulen. Vogt sagte, dass viele Kinder die Grundschule verlassen, ohne sicher schwimmen zu können, was ein unnötiges Lebensrisiko darstelle. Die meisten tödlichen UnfĂ€lle ereigneten sich in Seen und FlĂŒssen, wĂ€hrend die Zahl der Opfer in den Meeren zurĂŒckging.

