Polizeigewerkschaft, ZurĂŒckweisungen

Polizeigewerkschaft befĂŒrwortet ZurĂŒckweisungen von Asylsuchenden

10.03.2025 - 20:12:17

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hĂ€lt eine Abweisung von Asylsuchenden an den Grenzen fĂŒr möglich und sinnvoll.

Eine Absprache mit den NachbarlĂ€ndern sei nicht nötig, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der DPolG, Heiko Teggatz, dem "Stern". "Wer an der Grenze zurĂŒckgewiesen wird, hat Deutschland de facto nie betreten. Deswegen muss damit auch kein Nachbarland einverstanden sein." Im Sondierungspapier von Union und SPD heißt es, ZurĂŒckweisungen an den Grenzen wĂŒrden "in Abstimmung" mit den NachbarlĂ€ndern erfolgen.

Seit das Papier veröffentlicht wurde, ist jedoch ein Streit darĂŒber entbrannt, was genau der Passus bedeutet. Schon am Montagmorgen sagte Jens Spahn, man wĂŒrde die ZurĂŒckweisungen notfalls auch im Alleingang umsetzen. Das rief wiederum SPD-Chefin Saskia Esken auf den Plan, die ein solches Vorgehen als "brandgefĂ€hrlich" bezeichnete. Laut Teggatz braucht es ein EinverstĂ€ndnis der NachbarlĂ€nder auch dann nicht, wenn Deutschland Asylsuchende an den Grenzen abweisen wĂŒrde. Der Gewerkschafter hĂ€lt den Vorstoß fĂŒr richtig - auch wenn viele Experten seine RechtmĂ€ĂŸigkeit anzweifeln. Mehr Personal, so Teggatz, brauche es nicht: "Eine ZurĂŒckweisung verursacht deutlich weniger Arbeitsaufwand als ein Asylgesuch." FĂŒr die Bundespolizei wĂ€re die VerschĂ€rfung demnach eine Erleichterung.

@ dts-nachrichtenagentur.de