EuropÀische, Weltraumorganisation

EuropÀische Weltraumorganisation will mehr Geld von Deutschland

16.12.2023 - 08:05:58

Die EuropÀische Weltraumorganisation (ESA) mahnt Deutschland, sich stÀrker an europÀischen Raumfahrtprojekten zu beteiligen.

"Deutschland ist eine starke Weltraummacht, hat sehr hohe KapazitÀten, die Industrie ist einzigartig", sagte ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher der "Welt am Sonntag". "Aber andere LÀnder erhöhen ihre BeitrÀge zur ESA stÀrker als Deutschland."

Deutschland habe bei der Ministerratskonferenz 2022 seine BeitrĂ€ge um sechs Prozent gegenĂŒber 2019 gesteigert. Frankreich dagegen um 24 Prozent und Italien um 36 Prozent. "Das ist nicht zu unterschĂ€tzen, weil dadurch langfristig KapazitĂ€ten aufgebaut werden", sagte der 61-jĂ€hrige Österreicher Aschbacher. "Andere LĂ€nder holen nach oder holen auf. Das muss Deutschland sehr ernst nehmen, weil zu viel zu verlieren ist. Es darf keine Kluft zwischen Deutschland und den anderen LĂ€ndern entstehen. Sonst könnte die deutsche Industrie abwandern, entweder ĂŒber den Rhein oder ĂŒber die Alpen oder auch außerhalb Europas." Die Politik erkenne "die Bedeutung der Weltraumtechnologie fĂŒr die Gesellschaft sehr genau", sagte Aschbacher. "Das Problem aber ist das verfĂŒgbare Geld. UnabhĂ€ngige Studien belegen jedoch, dass ein Euro, investiert in den Weltraum, je nach Segment drei, fĂŒnf oder sogar zehn Euro in die Gesamtwirtschaft zurĂŒckbringt."

@ dts-nachrichtenagentur.de