GdP, Cannabisgesetz

GdP bemÀngelt Cannabisgesetz - Hanfverband will FachgeschÀfte

30.03.2025 - 00:00:00

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat ein Jahr nach der Teillegalisierung von Cannabis eine kritische Bilanz gezogen.

Das Gesetz sei weiterhin ein "MĂ€ngelexemplar", sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Alexander Poitz, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Sonntagausgaben). Die Polizei habe tĂ€glich mit den "UnzulĂ€nglichkeiten" des Gesetzes zu kĂ€mpfen, sagte Poitz. "Die neue Regierung sollte sich zĂŒgig die Regelungen zur Brust nehmen und dabei vor allem auf die Praktiker hören", forderte der Polizeigewerkschafter.

UnschĂ€rfen und fehlende Kontroll- sowie Nachweismöglichkeiten verunsicherten genauso auch die BĂŒrger, beklagte er. An jedem Tag, an dem das Gesetz nicht besser werde, werde "weder der Schwarzmarkt eingedĂ€mmt noch der Jugendschutz oder die Verkehrssicherheit verbessert". Positive Tendenzen, aber weiterhin auch Verbesserungsbedarf sieht hingegen der Deutsche Hanfverband. Hanfverbands-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Georg Wurth sagte dem RND: "Eigenanbau und Anbauvereine können den Schwarzmarkt nur zum Teil zurĂŒckdrĂ€ngen." Um den Schwarzmarkt nachhaltig zu bekĂ€mpfen, brauche es Cannabis-FachgeschĂ€fte. Und: "Das CanG enthĂ€lt noch viele ĂŒbertrieben strenge EinschrĂ€nkungen - zum Beispiel beim Eigenanbau und den öffentlichen Konsumregeln." Der Hanfverband hofft auf eine "gewisse Entkrampfung" in den kommenden Jahren. "Von Konsum, Besitz und Anbau geringer Cannabismengen geht keine besondere Gefahr fĂŒr andere aus", sagte Wurth.

@ dts-nachrichtenagentur.de