MPK: GrĂŒne kritisieren Bund-LĂ€nder-BeschlĂŒsse scharf
19.06.2025 - 11:15:27
"Friedrich Merz und Lars Klingbeil spielen ein falsches Spiel", sagte GrĂŒnen-Fraktionsvize Andreas Audretsch der "Rheinischen Post" (Freitag). Kanzler und Vize-Kanzler hĂ€tten angekĂŒndigt, dass aus dem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen nur zusĂ€tzliche Investitionen bezahlt werden sollten.
"Dann haben sie ein Steuergesetz vorgelegt, dass LĂ€ndern und Kommunen allein bis 2029 ĂŒber 30 Milliarden Euro entzieht. Diese gigantischen Finanzlöcher sollen kĂŒnftig mit den Schulden geschlossen werden, die eigentlich fĂŒr neue Investitionen gedacht waren. Ganz bewusst wollen sie die Milliarden zum Stopfen der von Merz und Klingbeil gerissenen Haushaltslöcher nutzen", sagte Audretsch.
Er bezog sich dabei auf den Beschlusstext der MinisterprÀsidentenkonferenz mit Bundeskanzler Merz (CDU) vom Donnerstagabend.
Darin heiĂt es bezĂŒglich des 100-Milliarden-Anteils der LĂ€nder am Sondervermögen: "Bund und LĂ€nder sind sich einig, dass insbesondere die ZusĂ€tzlichkeit entfĂ€llt." Der Beschluss widerspricht der Vereinbarung von Union und SPD mit den GrĂŒnen zur GrundgesetzĂ€nderung fĂŒr das Sondervermögen. "Erst lassen Merz und Klingbeil die LĂ€nder und Kommunen finanziell ausbluten, dann vereinbaren sie mit den MinisterprĂ€sidentinnen und MinisterprĂ€sidenten, dass die `ZusĂ€tzlichkeit` beim Einsatz der neuen Milliarden-Kredite komplett entfĂ€llt, um damit die Löcher wieder zu stopfen", sagte Audretsch. "Diese TĂ€uschungsmanöver entsprechen nicht dem Geist der Verhandlungen zur GrundgesetzĂ€nderung und sind finanzpolitisch unseriös."


