Im letzten Jahr 385 Straftaten im Bundestag
19.06.2026 - 02:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de290 Straftaten betreffen VerstöĂe gegen das Waffengesetz. GegenĂŒber dem Jahr 2024 ist das eine Zunahme von 49 FĂ€llen. HĂ€ufig handelt es sich um nicht gekennzeichnete Pfeffersprays.
Die Kategorie "Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten" steigt von drei auf acht FÀlle. GezÀhlt werden dabei Bombendrohungen und Briefsendungen mit verdÀchtigen Inhalten.
Insgesamt ist fast das gesamte Spektrum an Straftaten nachweisbar. Ein Fall von Nötigung, zwei FÀlle von Bedrohungen, 19 DiebstÀhle, zwei Vermögens- und FÀlschungsdelikte.
Stark gestiegen sind die HausfriedensbrĂŒche. nĂ€mlich von zwei auf neun. ZahlenmĂ€Ăig ins Gewicht fallen weiter die SachbeschĂ€digungen durch Graffiti (20), sowie Beleidigungen ohne sexuelle Grundlage (8). Im Vorjahr waren hier 39 FĂ€lle zu verzeichnen.
Rauschgiftdelikte gab es zwei. Wurden 2024 noch 16 FÀlle von Cannabis-Missbrauch ermittelt, gab es das Delikt ein Jahr spÀter nicht mehr. Zwei FÀlle von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung wurden gezÀhlt, eine Beleidigung auf sexueller Grundlage sowie eine Körperverletzung.
"Ein offenes Parlament braucht wachsame Augen. Unser Deutscher Bundestag muss zugleich zugĂ€nglich und geschĂŒtzt sein, muss Gefahren ernst nehmen. Der RĂŒckgang der Straftaten im Bundestag ist daher ein gutes Signal", sagte BundestagsprĂ€sidentin Julia Klöckner der Mediengruppe Bayern. Klöckner verweist auf die deutliche Zunahme bei den Vergehen gegen das Waffengesetz und kĂŒndigt ein eigenes Bundestagspolizeigesetz an. "Zugleich unterstreichen insbesondere die festgestellten VerstöĂe gegen das Waffengesetz sowie die Zunahme von Drohungen die Bedeutung wirksamer Zugangskontrollen und einer leistungsfĂ€higen Bundestagspolizei", so Klöckner.
Sie will die Arbeit rechtlich besser regeln. "Mir ist daher wichtig, gerade ihre Arbeit mit einem eigenen Bundestagspolizeigesetz auf eine solide rechtliche Grundlage zu stellen." TatsÀchlich gibt es ein solches Gesetz bisher nicht. Alles beruht auf internen Regelungen und Erlassen des BundestagsprÀsidenten.
