Bentele, Angeblich

Bentele: Angeblich aufgeblÀhter Sozialstaat ist eine MÀr

07.07.2025 - 22:43:12

Die PrĂ€sidentin des Sozialverbandes VdK, Verena Bentele, kritisiert die Politik dafĂŒr, immer mehr Aufgaben an die Sozialversicherungen auszulagern.

FĂŒr die VdK-PrĂ€sidentin ist es nur "allzu offensichtlich", dass die Sozialpolitik wegen neuer Herausforderungen ins Hintertreffen gerate. "WĂ€hrend fĂŒr vieles andere hohe Summen da sind, wird am angeblich aufgeblĂ€hten Sozialstaat gespart. Diese MĂ€r muss endlich aus den Köpfen verschwinden. Die Sozialleistungsquote liegt konstant um die 30 Prozent", sagte Bentele der Mediengruppe Bayern (Dienstag). An den Zahlen hĂ€tte sich im Laufe der letzten Jahrzehnte wenig geĂ€ndert.

Bentele sagte: "Im internationalen Vergleich liegt Deutschland beim Anteil der staatlichen Sozialausgaben am Bruttoinlandsprodukt auf Rang sieben von 18 reichen OECD-LĂ€ndern." "Nicht die Sozialkosten sind aus der Balance geraten, sondern die politische Debatte und die mediale Darstellung darĂŒber", kritisierte Bentele. In den vergangenen Jahren seien immer mehr gesamtgesellschaftliche Aufgaben, die eigentlich aus Steuermitteln finanziert werden mĂŒssten, auf die Sozialversicherungen verlagert. Das habe zur Folge, dass die BeitrĂ€ge steigen. "WĂŒrden diese Leistungen sachgerecht aus dem Bundeshaushalt bezahlt, könnten die SozialversicherungsbeitrĂ€ge um mehr als vier Prozentpunkte niedriger sein." Bentele drĂ€ngt daher auf eine gerechte Steuerpolitik. Der VdK schlĂ€gt vor, Vermögen ab fĂŒnf Millionen Euro mit einem Prozent und ĂŒber 100 Millionen Euro mit zwei Prozent zu besteuern. "Das brĂ€chte nach unserer SchĂ€tzung Einnahmen von etwa 40 Milliarden Euro und betrĂ€fe etwa 300.000 ĂŒberreiche Personen."

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