Krebshilfe, Gratis-Sonnencreme

Krebshilfe hĂ€lt Gratis-Sonnencreme fĂŒr bedingt sinnvoll

02.07.2025 - 01:00:00

Die Stiftung Deutsche Krebshilfe hĂ€lt kostenlose Sonnencremespender an StrĂ€nden - wie in den Niederlanden - "nur bedingt fĂŒr sinnvoll".

"Leider beobachten wir immer wieder, dass Sonnencreme Menschen in falscher Sicherheit wiegt", sagte der Vorstandsvorsitzende Franz Kohlhuber der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung" (Mittwochausgaben). "Viele Menschen verwenden einen zu geringen Lichtschutzfaktor (LSF), tragen zu wenig auf, cremen nicht ausreichend nach." Wichtiger sei es, ĂŒber ein richtiges Verhalten in der Sonne aufzuklĂ€ren, so Kohlhuber.

Neben einer Sonnencreme mit hohen LSF riet er dazu, etwa die Mittagssonne zu meiden, Schatten zu suchen und eine Sonnenbrille zu tragen. Zugleich forderte er Kommunen und Gemeinden auf, Hitzeschutzkonzepte vorzulegen. Solche Konzepte "können zum Beispiel dafĂŒr sorgen, ausreichend SchattenplĂ€tze zu schaffen und Menschen mit Warntafeln auf den UV-Index hinweisen", sagte Kohlhuber. Menschen könnten dadurch sofort erkennen, "wie gefĂ€hrlich die Sonne am jeweiligen Tag fĂŒr die Haut ist und wie man sich entsprechend verhĂ€lt und schĂŒtzt". FĂŒr den Berufsverband der Deutschen Dermatologen ist Gratis-Sonnencreme an StrĂ€nden dagegen "absolut sinnvoll", wie das Vorstandsmitglied Uwe Schwichtenberg der Zeitung sagte. Auch der Hautarzt-Verband mahnte mehr AufklĂ€rung vor der Gefahr durch UV-Strahlung an. "Das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, besteht nicht nur im Urlaub am Strand, sondern auch bei alltĂ€glichen AktivitĂ€ten wie der Gartenarbeit oder dem Sport im Freien", warnte Schwichtenberg.

@ dts-nachrichtenagentur.de