Linke lehnt Kapitalrente als Zwangsspekulation ab
23.06.2026 - 18:26:17 | dts-nachrichtenagentur.deReichinnek sprach von "Zwangsspekulation", da Beschäftigte verpflichtend in das neue System einzahlen müssten. Wenn schon die Beiträge erhöht würden, was bei dieser Kapitaldeckung geplant sei, dann könne man sie auch direkt in die gesetzliche Rente stecken. Da habe man auf jeden Fall mehr Sicherheit, so die Linken-Politikerin.
Sie kritisierte zudem die Anlage der Gelder über Fonds. Diese nutzten beispielsweise Mieten und Pflege, um Gewinne abzuschöpfen. Es sei maximal unlogisch, steigende Mieten oder schlechtere Arbeitsbedingungen indirekt zur Finanzierung von Renten heranzuziehen.
Stattdessen forderte Reichinnek eine Stärkung der gesetzlichen Rente. Dazu gehörten höhere Beitragsbemessungsgrenzen sowie ein System, in das alle Erwerbstätigen einzahlen, einschließlich Beamter. Als Vorbild nannte sie Österreich.
Die Vorschläge der Rentenkommission würden dagegen im Wesentlichen den Status quo festschreiben, sagte die Chefin der Linkenfraktion. "Das kann doch nicht unser Ziel sein. Es muss doch wieder besser werden."
