Olympia, Experte

Olympia: Experte bezweifelt WasserqualitÀt der Seine

07.08.2024 - 19:39:03

Die WasserqualitĂ€t der Seine steht bei den Olympischen Sommerspielen in Paris schon lĂ€nger im Fokus der Öffentlichkeit.

Der Inhaber einer französischen Firma, die auf Untersuchungen von Wasserproben spezialisiert ist, Ă€ußert nun Zweifel an den Messmethoden der Veranstalter. Zuletzt hatten sich Berichte gehĂ€uft, nach denen mehrere Athleten nach dem Schwimmen in dem Fluss erkrankt sind. "Unsere Messungen haben ergeben, dass die WasserqualitĂ€t an keinem Wettkampftag dem World-Triathlon-Grenzwert `ausreichend` entsprochen hat", erklĂ€rt Dan Angelescu gegenĂŒber dem "Spiegel".

Die Olympiamacher hatten sich dagegen unter Verweis auf eigene Messdaten und die gĂŒltigen Grenzwerte fĂŒr einen Start der Sportler entschieden. Im Gegensatz zu seiner Firma messe die Stadt allerdings mit veralteten Methoden und orientiere sich an einem veralteten Regelwerk, so Angelescu. FĂŒr einen Großteil der Bakterienlast in der Seine sei die Stadt aufgrund ihrer Messmethodik schlichtweg "blind". Dabei gibt es zwischen der Stadt und der Firma bereits eine offizielle Kooperation, so der "Spiegel". Das Unternehmen analysiere im Auftrag des Rathauses die WasserqualitĂ€t an einer öffentlichen Badestelle in der französischen Hauptstadt. FĂŒr die Olympischen Spiele habe die Stadt aber explizit nicht mit seiner Firma zusammenarbeiten wollen, behauptet Angelescu. Auch wĂŒrden die Daten, die sein Unternehmen in einem "Open Source"-Projekt auf der firmeneigenen Website hochlade, von den Verantwortlichen nicht genutzt. Auf Nachfrage teilt das Paris Media Centre dem "Spiegel" nach eigenen Angaben mit, die von Angelescus Firma verwendete Messmethode sei "fĂŒr die Seine nicht zuverlĂ€ssig und genau genug." Angelescu zeigt sich darĂŒber irritiert und wirft der Stadt Ignorieren der Wissenschaft vor.

@ dts-nachrichtenagentur.de