Netzwerk, Höchststand

Netzwerk beklagt neuen Höchststand bei antimuslimischen VorfÀllen

17.06.2025 - 12:40:07

Die Zahl antimuslimischer VorfÀlle in Deutschland hat im vergangenen Jahr nach Angaben der vom Familienministerium geförderten Allianz Claim einen neuen Höchststand erreicht.

Insgesamt seien 3.080 Übergriffe und Diskriminierungen dokumentiert worden, teilte die Organisation am Dienstag in Berlin mit. Das sei ein Anstieg um 60 Prozent gegenĂŒber 2023 (1.926 VorfĂ€lle). Im Schnitt seien mehr als acht VorfĂ€lle pro Tag registriert worden. Bei 1.558 FĂ€llen handelte es sich 2024 um verbale Angriffe.

Es gab aber auch zwei Tötungsdelikte und 198 Körperverletzungen. In 70 FĂ€llen waren die Angriffe gegen religiöse Einrichtungen wie Moscheen gerichtet. Die Dunkelziffer dĂŒrfte laut Claim deutlich höher sein. "Wir erleben in Deutschland eine neue Eskalationsstufe antimuslimischer Gewalt, Diskriminierung und Ausgrenzung", sagte Rima Hanano, Co-GeschĂ€ftsfĂŒhrerin von Claim. Man verzeichne nicht nur einen massiven Anstieg, sondern auch eine neue QualitĂ€t von antimuslimischem Rassismus in Form einer zunehmenden Normalisierung, Enthemmung und BrutalitĂ€t. "Frauen mit Kopftuch werden bespuckt. Kinder werden auf dem Schulweg beschimpft. Moscheen werden mit Hakenkreuzen beschmiert. Menschen verlieren Wohnungen, Jobs, Sicherheit, WĂŒrde." Die Bundesregierung mĂŒsse jetzt handeln.

@ dts-nachrichtenagentur.de