Gesellschaft, Gesundheit

Immer mehr Menschen versterben an Demenz

15.10.2025 - 08:07:36

Die Zahl der an Demenz verstorbenen Menschen in Deutschland ist zuletzt weiter gestiegen.

Im Jahr 2024 wurden nach den Ergebnissen der Todesursachenstatistik 61.927 SterbefÀlle durch eine Demenzerkrankung verursacht, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mitteilte. Das waren 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr und 23,2 Prozent mehr als im zehnjÀhrigen Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2024. Demenz in ihren verschiedenen AusprÀgungen ist seit Jahren eine der hÀufigsten Todesursachen bei Frauen und nimmt auch bei MÀnnern stetig zu.

So war die Zahl der an Demenz verstorbenen MĂ€nner im Jahr 2024 mit 21.247 Verstorbenen um 27,9 Prozent höher als im Zehnjahresdurchschnitt. DemgegenĂŒber starben 40.680 Frauen an Demenz, das waren lediglich 20,8 Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2024. Rund 89,1 Prozent der im Jahr 2024 an Demenz Verstorbenen waren 80 Jahre und Ă€lter. GegenĂŒber dem Vorjahr stieg die Zahl der durch Demenz verursachten SterbefĂ€lle in der Altersgruppe ab 80 Jahren um 4,6 Prozent. Im Vergleich zum Zehnjahresdurchschnitt war dabei der Anstieg bei MĂ€nnern ab 80 Jahren mit +32,9 Prozent besonders stark, wĂ€hrend der Anstieg bei Frauen derselben Altersgruppe nur bei 22,2 Prozent lag. Insgesamt starben im Jahr 2024 in Deutschland rund 1,01 Millionen Menschen. Das waren zwei Prozent weniger als im Jahr 2023 (1,03 Millionen Verstorbene). Damit sank die Zahl der SterbefĂ€lle im zweiten Jahr in Folge. Die hĂ€ufigsten Todesursachen waren wie in den Vorjahren Krankheiten der Kreislaufsysteme (339.212) und bösartige Neubildungen (230.392) - an ihnen starben mit 56,5 Prozent mehr als die HĂ€lfte der Verstorbenen. Die SterbefĂ€lle aufgrund von bösartigen Neubildungen, hierzu zĂ€hlen sĂ€mtliche Krebsarten, blieben fast unverĂ€ndert zum Vorjahr (+0,04 Prozent). Bei den Krankheiten der Kreislaufsysteme, dazu zĂ€hlen unter anderem Herzinfarkt (Myokardinfarkt) und Schlaganfall, gab es einen leichten RĂŒckgang (-2,6 Prozent). Krankheiten der Kreislaufsysteme und bösartige Neubildungen dominieren die Todesursachen auch bei einer getrennten Betrachtung nach Geschlecht: Zu den drei hĂ€ufigsten Todesursachen von MĂ€nnern zĂ€hlen die chronische ischĂ€mische Herzkrankheit (39.765), bösartige Neubildungen der Bronchien und der Lunge (26.441) und der akute Myokardinfarkt (24.875). Die drei hĂ€ufigsten Todesursachen von Frauen waren nicht nĂ€her bezeichnete Demenz (37.109), chronische ischĂ€mische Herzkrankheit (30.955) und Herzinsuffizienz (22.349).

@ dts-nachrichtenagentur.de

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