Mehr Gewalt- und Sexualdelikte an Bahnhöfen in 2024
28.02.2025 - 20:07:18Am stĂ€rksten stieg mit 19,18 Prozent die Zahl der Sexualdelikte - von 1.898 auf 2.262. Waffen- sowie SachbeschĂ€digungsdelikte stiegen um 10,04 Prozent beziehungsweise 5,52 Prozent an. WĂ€hrend die Zahl der Messerangriffe in ZĂŒgen um rund 18 Prozent sank, nahm sie in Bahnhöfen um 20,54 Prozent zu. Waren es 2023 404 FĂ€lle, waren es im Jahr darauf 487. Lediglich die Anzahl der BetĂ€ubungsmitteldelikte sank im vergangenen Jahr - um drastische 44,65 Prozent. Das dĂŒrfte vor allem damit zusammenhĂ€ngen, dass Cannabis seit vergangenem April nicht mehr als BetĂ€ubungsmittel gilt. Nicht-deutsche TatverdĂ€chtige waren 2024 ĂŒberproportional hĂ€ufig an Straftaten in deutschen Bahnhöfen beteiligt. Den gröĂten Anteil machte diese statistische Gruppe bei Eigentumsdelikten mit 59,84 Prozent aus, gefolgt von Sexualdelikten mit 58,76 Prozent sowie Gewaltdelikten mit 46,82 Prozent. Dem Statistischen Bundesamt zufolge lag der AuslĂ€nderanteil in Deutschland 2023 bei 15,2 Prozent. Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm (CDU), sagte, dieser KriminalitĂ€tsanstieg sei "dramatisch und eine Zumutung fĂŒr alle Menschen, die auf die Bahn angewiesen sind". "Bahnhöfe und ZĂŒge, die sich zu Angstorten entwickeln, beeintrĂ€chtigen massiv das SicherheitsgefĂŒhl der Bevölkerung im öffentlichen Raum und dĂŒrfen kein Dauerzustand sein. Dass AuslĂ€nder im VerhĂ€ltnis zu ihrem Bevölkerungsanteil deutlich ĂŒberreprĂ€sentiert sind, zeigt, dass die Ursachen fĂŒr diese Entwicklung auch in einer fehlgeleiteten und gescheiterten Migrationspolitik zu suchen sind", sagte Throm. Die illegale Migration mĂŒsse schnell "sehr deutlich" reduziert und VideoĂŒberwachung mit biometrischer Gesichtserkennung Standard werden. Der AfD-Abgeordnete Martin Hess, der die Anfrage an die Bundesregierung gestellt hatte, sagte, Bahnhöfe entwickelten sich zunehmend zu "No-go-Areas": "In vielen Deliktsbereichen sind AuslĂ€nder ĂŒberproportional stark unter den TatverdĂ€chtigen vertreten. Doch anstatt diese ZusammenhĂ€nge klar zu benennen, verharmlosen die Altparteien diese Tatsachen oder versuchen, die RealitĂ€t zu verschleiern." Die AfD fordere ein "radikales Umdenken" und "null Toleranz fĂŒr auslĂ€ndische GewalttĂ€ter. StraftĂ€ter ohne deutschen Pass mĂŒssen konsequent abgeschoben werden." Die Linke griff die AfD dafĂŒr an, die Anfrage an die Bundesregierung gestellt zu haben: "Es ist offensichtlich, dass hinter solchen Anfragen rassistische Motive stehen. Es geht nicht um eine sachliche Auseinandersetzung mit KriminalitĂ€t, sondern um die bewusste Konstruktion eines Feindbildes", sagte die rechtspolitische Sprecherin Clara BĂŒnger. KriminalitĂ€t habe nichts mit NationalitĂ€t zu tun, hob sie hervor. "Entscheidend sind kriminogene Faktoren wie Bildung, soziale Sicherheit und Armut. Wer wirklich etwas gegen KriminalitĂ€t tun will, muss hier ansetzen, anstatt Menschen nach ihrer Herkunft zu kategorisieren." Die Zahlen der Polizeilichen Eingangsstatistik seien zudem "noch unzuverlĂ€ssiger" als die der Polizeilichen Kriminalstatistik. TatsĂ€chlich erfasst die PES alle Anzeigen - auch dann, wenn sich ein Verdacht spĂ€ter nicht bestĂ€tigt. BĂŒnger wies auĂerdem darauf hin, dass sich die prozentualen Zahlen zu den nicht-deutschen TatverdĂ€chtigen verĂ€nderten, wenn man auch die Delikte mit unbekannten TatverdĂ€chtigen sowie jene mit ungeklĂ€rter NationalitĂ€t in die Berechnung miteinbeziehe.


