Gesundheit

Zahl stationÀrer Krankenhausbehandlungen gestiegen

06.11.2025 - 08:15:52

Die Zahl der stationĂ€r in den deutschen KrankenhĂ€usern behandelten Patienten ist im Jahr 2024 gegenĂŒber dem Vorjahr um 2,0 Prozent oder 344.300 auf rund 17,5 Millionen gestiegen.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilte, blieb die Zahl der stationĂ€ren BehandlungsfĂ€lle damit aber weiter deutlich niedriger als vor der Corona-Pandemie: So war die Zahl der Patienten im Jahr 2024 um 9,6 Prozent oder rund 1,9 Millionen geringer als im Vor-Corona-Jahr 2019. Das anhaltend niedrigere Niveau an BehandlungsfĂ€llen ist dabei nicht auf einzelne medizinische Fachgebiete zurĂŒckzufĂŒhren, sondern zeigt sich in allen Bereichen. Insgesamt waren in den deutschlandweit 1.841 KrankenhĂ€usern im Jahresdurchschnitt 472.900 Betten aufgestellt, darunter 26.000 Intensiv- und 7.700 Intermediate Care-Betten. Das waren 0,9 Prozent weniger Betten als im Vorjahr und 4,3 Prozent weniger als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019.

Die durchschnittliche Bettenauslastung stieg 2024 gegenĂŒber dem Vorjahr zwar um 0,8 Prozentpunkte auf 72,0 Prozent, blieb aber trotz der geringeren Gesamtbettenzahl deutlich unter dem Niveau des Jahres 2019 von 77,2 Prozent. Den grĂ¶ĂŸten Anteil an der stationĂ€ren Versorgung im Jahr 2024 hatten die KrankenhĂ€user in öffentlicher TrĂ€gerschaft. Sie stellten mit ihren 528 Einrichtungen 46,8 Prozent der Krankenhausbetten. Die 575 KrankenhĂ€user in freigemeinnĂŒtziger TrĂ€gerschaft stellten 32,3 Prozent der Betten. Mit 738 Einrichtungen befanden sich die meisten KrankenhĂ€user in privater TrĂ€gerschaft. Diese stellten jedoch lediglich 20,9 Prozent der aufgestellten Betten, waren also gemessen an der Bettenzahl im Durchschnitt deutlich kleiner als KrankenhĂ€user öffentlicher oder freigemeinnĂŒtziger TrĂ€ger. Ein stationĂ€rer Krankenhausaufenthalt dauerte im Jahr 2024 durchschnittlich 7,1 Tage und war damit um 0,1 Tage kĂŒrzer als im Vorjahr, so die Statistiker weiter. Damit setzte sich den langfristigen Trend zu kĂŒrzeren Verweildauern seit Beginn der Krankenhausstatistik im Jahr 1991 fort. Damals hatte ein durchschnittlicher Krankenhausaufenthalt noch 14,0 Tage und damit fast doppelt so lange wie im Jahr 2024 gedauert. Die Dauer des Aufenthalts variierte auch im Jahr 2024 in den unterschiedlichen Fachabteilungen. So lag die durchschnittliche Verweildauer in den Fachabteilungen Innere Medizin und Allgemeine Chirurgie, in denen die meisten FĂ€lle behandelt werden, im Jahr 2024 bei nur 5,2 beziehungsweise 5,0 Tagen. Zu den Fachabteilungen mit deutlich lĂ€ngerer Verweildauer gehören die Geriatrie mit 15,1 Tagen und die psychiatrischen Fachabteilungen mit Verweildauern zwischen 24,5 und 46,8 Tagen. Zum Jahresende 2024 waren in den KrankenhĂ€usern rund 217.700 Personen im Ă€rztlichen Dienst und 1.240.900 Personen im nichtĂ€rztlichen Dienst (einschließlich SchĂŒler sowie Auszubildende) direkt bei den Einrichtungen beschĂ€ftigt. Im Vergleich zu 2023 stieg die Zahl der Ärzte damit um 2,7 Prozent und die Zahl der BeschĂ€ftigten im nichtĂ€rztlichen Dienst um 3,3 Prozent. Im Pflegedienst, der zum nichtĂ€rztlichen Bereich zĂ€hlt, waren 553.400 Personen beschĂ€ftigt. Damit war der Pflegedienst mit 44,6 Prozent der personalintensivste Bereich im nichtĂ€rztlichen Dienst. Umgerechnet auf VollzeitbeschĂ€ftigte - also unter BerĂŒcksichtigung unterschiedlicher BeschĂ€ftigungsformen wie Voll- und Teilzeit sowie geringfĂŒgige BeschĂ€ftigung - ĂŒberstieg die Zahl der BeschĂ€ftigten in KrankenhĂ€usern im Jahr 2024 erstmals seit Beginn der Krankenhausstatistik im Jahr 1991 die Millionengrenze. Von den insgesamt 1.014.800 Millionen VollzeitĂ€quivalenten entfielen 180.400 auf den Ă€rztlichen Dienst und 834.400 auf den nichtĂ€rztlichen Dienst.

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