Krankenhausbehandlungen wegen Endometriose deutlich gestiegen
Veröffentlicht am: 04.03.2026 um 08:14 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deGrund fĂŒr diesen hohen Anstieg kann nicht nur ein höheres Krankheitsaufkommen sein, sondern möglicherweise auch ein verstĂ€rktes Bewusstsein fĂŒr die Krankheit bei Patientinnen sowie Ărzten. Gut neun von zehn Patientinnen (91,1 Prozent), die 2024 mit Endometriose im Krankenhaus behandelt wurden, waren zwischen 20 und 49 Jahren alt.
Andere hĂ€ufige gynĂ€kologische Erkrankungen, die zu Klinikaufenthalten fĂŒhren können, sind Myome der GebĂ€rmutter und die GebĂ€rmuttersenkung. Aufgrund eines Myoms der GebĂ€rmutter wurden 2024 gut 48.700 Frauen im Krankenhaus behandelt. Das waren 26,6 Prozent weniger als 2014 (66.300). Knapp die HĂ€lfte der Patientinnen (48,4 Prozent) im Jahr 2024 war 40 bis 49 Jahre alt. Auch die Zahl der Behandlungen einer GebĂ€rmuttersenkung (Genitalprolaps) ist binnen zehn Jahren zurĂŒckgegangen (-4,6 Prozent): Von gut 48 300 Patientinnen im Jahr 2014 auf 46.100 im Jahr 2024. Krankenhausbehandlungen aufgrund einer GebĂ€rmuttersenkung gab es vor allem bei Ă€lteren Frauen: Knapp drei Viertel (72,6 Prozent) der Patientinnen waren Ă€lter als 60 Jahre.
Zu den hĂ€ufigsten GrĂŒnden fĂŒr einen stationĂ€ren Krankenhausaufenthalt von Frauen zĂ€hlten 2024 Herz-Kreislaufkrankheiten wie etwa Herzinsuffizienz oder Vorhofflimmern (12,8 Prozent aller Patientinnen), Verletzungen und Vergiftungen - wie beispielsweise der Bruch des Oberschenkelknochens - (10,4 Prozent) sowie Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett (9,4 Prozent). Bei MĂ€nnern waren Herz-Kreislauferkrankungen der Grund fĂŒr 16,9 Prozent aller Krankenhausaufenthalte, danach waren es Krankheiten des Verdauungssystems (10,8 Prozent) sowie Verletzungen und Vergiftungen (9,7 Prozent).
Bei den Ursachen fĂŒr TodesfĂ€lle zeigen sich teilweise deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Gut ein Drittel (35,4 Prozent) aller TodesfĂ€lle bei Frauen im Jahr 2024 waren auf Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems zurĂŒckzufĂŒhren. Dies war nach wie vor die hĂ€ufigste Todesursache bei Frauen. 178.742 Frauen starben 2024 an Herz-Kreislaufkrankheiten und somit mehr als MĂ€nner (160.470 TodesfĂ€lle), bei denen dies 31,9 Prozent aller TodesfĂ€lle ausmachte. Bei 21,1 Prozent aller TodesfĂ€lle von Frauen war der Grund eine Krebserkrankung, das waren 106.774 TodesfĂ€lle. Dort lag die Zahl bei MĂ€nnern mit 123.618 Gestorbenen höher. Krebserkrankungen waren fĂŒr ein Viertel (24,6 Prozent) aller TodesfĂ€lle bei MĂ€nnern verantwortlich.
Gesundheitliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern schlagen sich auch in der Lebenserwartung nieder. Die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt betrug in Deutschland im Jahr 2024 fĂŒr Frauen 83,5 Jahre und fĂŒr MĂ€nner 78,9 Jahre. Frauen haben somit eine um 4,6 Jahre höhere durchschnittliche Lebenserwartung als MĂ€nner. Als maĂgebliche GrĂŒnde fĂŒr die steigende Lebenserwartung gelten gestiegener Wohlstand und eine verbesserte gesundheitliche Versorgung. Die Geschlechterunterschiede sind auch auf Unterschiede im Gesundheitsverhalten von Frauen und MĂ€nnern zurĂŒckzufĂŒhren, beispielsweise beim Tabakkonsum, bei Bewegung, ErnĂ€hrung, riskantem Verhalten oder den Arbeitsbedingungen.
