Teilnehmerzahlen, Jugendarbeit

Teilnehmerzahlen in der Jugendarbeit weiter unter Vor-Pandemie-Niveau

17.12.2024 - 09:05:03

Die Zahl der Teilnehmer in Angeboten der Jugendarbeit ist auch im Jahr 2023 deutlich unter dem Niveau vor der Pandemie geblieben.

Insgesamt zĂ€hlten die von Bund, LĂ€ndern und Gemeinden geförderten Angebote 7,3 Millionen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene als Teilnehmer, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mitteilte. 2019 hatten noch 8,6 Millionen junge Menschen an den öffentlich geförderten Angeboten der Jugendarbeit teilgenommen - 1,3 Millionen mehr als 2023. GegenĂŒber 2021, als die Teilnehmerzahl auf ein Rekordtief von 4,4 Millionen gesunken war, ist die Zahl der Teilnehmer im Jahr 2023 wieder um 2,9 Millionen oder 65 Prozent gestiegen.

Bund, LĂ€nder und Gemeinden haben mit 2,3 Milliarden Euro knapp 139.000 Angebote gefördert. Die Zahl der Angebote nahm 2023 ebenfalls wieder zu: Im Vergleich zu 2021 stieg sie um fast 32.300 FĂ€lle oder 30 Prozent auf rund 139.000 Angebote. Auch das waren weiterhin weniger FĂ€lle als vor der Pandemie: 2019 verzeichnete die Statistik 157.000 Angebote. Im Schnitt nahmen laut Destatis im Jahr 2023 an jedem Angebot 52 junge Menschen teil. Besonders beliebt waren Spiele (36 Prozent), gesellschaftliche und religiöse Angebote (23 Prozent), Sport (23 Prozent) sowie Kunst und Kultur (22 Prozent). In zwei Drittel aller FĂ€lle wurden dabei mit den jungen Menschen Veranstaltungen oder Projekte durchgefĂŒhrt (67 Prozent), zum Beispiel Freizeiten, Konzerte oder Feste. In weiteren 17 Prozent waren es Gruppenangebote, etwa die wöchentliche Gruppenstunde der Kirche, und in 16 Prozent der FĂ€lle waren es offene Angebote, wie Jugendtreffs oder JugendcafĂ©s. Die meisten Angebote (69 Prozent) fĂŒhrten dem Bundesamt zufolge anerkannte freie TrĂ€ger der Kinder- und Jugendhilfe durch. Dazu gehören beispielsweise Kirchen, Wohlfahrts- oder JugendverbĂ€nde. Knapp ein weiteres Drittel (31 Prozent) lag in den HĂ€nden öffentlicher TrĂ€ger wie den Kommunen oder JugendĂ€mtern. 16 Prozent aller Angebote wurden in Kooperation mit Schulen durchgefĂŒhrt, wobei die Grundschulen hier besonders aktiv waren (8 Prozent). In etwa 1.400 FĂ€llen handelte es sich um Angebote der internationalen Jugendarbeit. Am hĂ€ufigsten stammten hierbei die meisten oder alle auslĂ€ndischen Teilnehmer aus Frankreich (15 Prozent), Polen (11 Prozent), Spanien (5 Prozent), der TĂŒrkei (5 Prozent) oder Italien (4 Prozent).

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