Zahl der Verstorbenen 2022 gestiegen
15.11.2023 - 08:22:13Mit 358.219 Verstorbenen war gut ein Drittel (33,6 Prozent) aller SterbefĂ€lle darauf zurĂŒckzufĂŒhren, gefolgt von bösartigen Neubildungen (Krebs) mit 231.533 Verstorbenen und damit gut einem FĂŒnftel (21,7 Prozent) aller SterbefĂ€lle. Eine Covid-19-Erkrankung, die im Jahr 2021 mit 6,9 Prozent (71.331 Verstorbene) noch dritthĂ€ufigste Todesursache war, wurde bei 52.357 Verstorbenen beziehungsweise 4,9 Prozent aller SterbefĂ€lle als Grundleiden und damit als ausschlaggebende Todesursache festgestellt. WĂ€hrend die Zahl der an Covid-19-Verstorbenen im Vorjahresvergleich zurĂŒckging, verstarben mehr Menschen an Krankheiten des Atmungssystems (+18 Prozent auf 67.633 SterbefĂ€lle). Entscheidend hierfĂŒr war der Anstieg der Zahl der an Grippe und Pneumonie (LungenentzĂŒndung) Verstorbenen um 30,8 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr (2021: 14.137 Verstorbene; 2022: 18.498 Verstorbene). Laut den Influenza-Wochenberichten des Robert-Koch-Instituts (RKI) wurde ab November 2022 bei Atemwegserkrankungen ein Niveau erreicht, das ĂŒber dem Höhepunkt schwerer Grippewellen der Vorjahre lag. Auch die Zahl der an psychischen oder Verhaltensstörungen Verstorbenen stieg im Jahr 2022 mit +14,7 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr stĂ€rker als die Gesamtzahl der TodesfĂ€lle. Insgesamt verstarben 68.777 Menschen an diesen Erkrankungen, davon waren 25.941 MĂ€nner und 42.836 Frauen. Demenzerkrankungen machten dabei ĂŒber drei Viertel (77,5 Prozent oder 53.323) der SterbefĂ€lle in dieser Krankheitsgruppe aus. Bei 4,5 Prozent aller SterbefĂ€lle des Jahres 2022 (47.912 Verstorbene) lag eine sogenannte Ă€uĂere Ursache und damit eine nicht-natĂŒrliche Todesursache vor. Dies war eine Steigerung um 10,9 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr (2021: 43.200 Verstorbene). Den höchsten Anstieg in dieser Gruppe der Todesursachen hatten StĂŒrze mit +11,7 Prozent auf 20.311 Verstorbene im Jahr 2022. Auch TransportmittelunfĂ€lle, dazu zĂ€hlen insbesondere StraĂenverkehrsunfĂ€lle, nahmen um 8,0 Prozent auf 3.141 FĂ€lle zu. Durch einen Suizid beendeten 10.119 Menschen ihr Leben, fast drei Viertel (74 Prozent oder 7.504 Verstorbene) davon waren MĂ€nner und etwas mehr als ein Viertel (26 Prozent oder 2.615 Verstorbene) waren Frauen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Suizide um 9,8 Prozent (2021: 9.215 FĂ€lle), allerdings lag der Anteil der Suizide an allen Todesursachen wie schon in den Vorjahren konstant bei etwa einem Prozent, so das Bundesamt.


