Roofer, Polizeieinsatz Roofer soll fĂŒr Polizeieinsatz bei EM-Spiel 12.000 Euro zahlen
27.04.2025 - 10:16:19
Ein sogenannter Roofer, der im vergangenen Juni beim EM-Spiel Deutschland gegen DĂ€nemark auf das Dach des Dortmunder Westfalenstadions geklettert war, soll rund 12.000 Euro fĂŒr den Einsatz von Hubschrauber, Drohnen und SpezialeinsatzkrĂ€ften zahlen.
Wie der "Spiegel" unter Verweis auf Vermerke und Einsatzprotokolle berichtet, gelang es der Polizei erst nach einer Stunde und 40 Minuten, den vermummten Mann aus OsnabrĂŒck festzunehmen. Die Polizei ging lange davon aus, dass sich sogar zwei Eindringlinge im Stadion befĂ€nden. Ein speziell ausgebildetes Höheninterventionsteam stieg auf das Dach des Stadions, brach den Einsatz aber nach 30 Minuten wieder ab.
Der 22-jĂ€hrige Kletterer sagte dem "Spiegel", er sei in der Nacht vor dem EM-Spiel ĂŒber einen "höchstens zwei Meter hohen Zaun" gestiegen und dann ins nach allen Seiten offene Stadion gelangt, wo er in einer HĂ€ngematte unter dem Dach ĂŒbernachtet habe.
"Hineinzukommen war kinderleicht."
Zu seinem Motiv sagte der Kletterer: "Ich wollte das perfekte Foto schieĂen, von ganz weit oben, mit dem voll besetzten Stadion, wĂ€hrend unten auf dem Platz die FuĂballnationalmannschaft spielt." Leute, die sich zur "Roofer"-Szene zĂ€hlen, dokumentieren ihre gefĂ€hrlichen Aktionen, bei denen sie auf teils extrem hohe Bauwerke oder Felsen klettern, hĂ€ufig mit Fotos und Videos und posten diese auf ihren Instagram-Accounts oder auf YouTube.
"Mein Mandant hat auf schwerwiegende SicherheitslĂŒcken hingewiesen", sagte der Rechtsanwalt, der den Kletterer vertritt. "Er hĂ€tte Handgranaten in seinem Rucksack haben können." Der Kletterer sagte, das Ganze tue ihm "sehr leid" und ergĂ€nzte, "es war nie meine Absicht, jemandem zu schaden".