GrĂŒne, LĂ€ndern

GrĂŒne aus den LĂ€ndern kritisieren schwarz-rote Finanzpolitik

11.04.2025 - 09:38:18

GrĂŒne Finanzpolitiker aus mehreren BundeslĂ€ndern haben den Koalitionsvertrag der neuen schwarz-roten Bundesregierung scharf kritisiert und warnen vor den finanziellen und politischen Folgen.

Die geplanten Maßnahmen, darunter die MĂŒtterrente, eine Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie sowie höhere Pendlerpauschalen, summierten sich zu milliardenschweren Belastungen ohne eine adĂ€quate Gegenfinanzierung. Besonders besorgniserregend sei, dass viele der im Koalitionsvertrag vorgesehenen Steuergeschenke direkt das Steueraufkommen minderten, an dem die LĂ€nder beteiligt seien. Damit belaste der Bund die LĂ€nderhaushalte, ohne sie in die Entscheidungen einzubeziehen, so der Vorwurf. Thomas von Gizycki, Haushaltsexperte der Brandenburger GrĂŒnen, hat an dem kritischen Papier mitgewirkt.

Er Ă€ußerte sich besorgt ĂŒber die Auswirkungen auf den Brandenburger Haushalt: "Diese Politik belastet den Brandenburger Haushalt zusĂ€tzlich. Steuergeschenke, finanziert mit Schulden, die andere ausbaden mĂŒssen. Es ist völlig inakzeptabel, dass der gerade erst gewonnene finanzielle Handlungsspielraum der LĂ€nder von 0,35 Prozent des BIP nun zur Finanzierung schwarz-roter Wahlgeschenke zweckentfremdet wird." Andrea LĂŒbcke, Landesvorsitzende der Brandenburger GrĂŒnen, bezeichnete die vorgelegte Finanzpolitik als unseriös. Sie erklĂ€rt: "Was Schwarz-Rot da vorlegt, ist kein verantwortungsvoller Staatshaushalt, sondern ein Wunschzettel auf Pump - und die LĂ€nder sollen dafĂŒr gerade stehen. Das ist finanzpolitisch unseriös und ein Affront gegenĂŒber den Prinzipien von Generationengerechtigkeit."

@ dts-nachrichtenagentur.de