Hurrikan Melissa zieht ĂŒber Jamaika
28.10.2025 - 22:36:57Je lĂ€nger "Melissa" ĂŒber einem Bereich bleibt, desto gröĂer fĂ€llt die Regenmenge aus. In den Bergen werden Regenmengen von bis zu einem Meter erwartet. Dadurch kann es zu katastrophalen Sturzfluten und Erdrutschen kommen. In der NĂ€he der SĂŒdkĂŒste sind dagegen Sturmfluten von bis zu vier Metern möglich. Einige Regionen sind bereits ĂŒberflutet, die Behörden warnen zudem vor Krokodilen. Der Hurrikan hatte in kurzer Zeit sehr schnell an SturmstĂ€rke gewonnen - ein PhĂ€nomen, das bislang erst selten beobachtet wurde. Meteorologen fĂŒhren dies unter anderem auf auĂergewöhnlich warme Meerestemperaturen zurĂŒck, die dem Sturm viel Energie bieten. Die Weltmeere nehmen rund 90 Prozent der zusĂ€tzlichen WĂ€rme des menschengemachten Klimawandels auf. Der National Hurricane Center und das Central Pacific Hurricane Center empfehlen den 2,8 Millionen Bewohnern Jamaikas, so viele WĂ€nde wie möglich zwischen sich und der AuĂenwelt zu bringen. Am sichersten seien RĂ€ume ohne Fenster, die vor umkippenden BĂ€umen geschĂŒtzt seien. Als zusĂ€tzlicher Schutz wird nahegelegt, sich mit Matratzen zu bedecken und einen Helm zu tragen. Insgesamt 880 NotunterkĂŒnfte stehen den Menschen bereit. Bereits vor Eintreffen des Sturms hatten laut dem Landesenergieministerium 240.000 Haushalte keinen Strom mehr, vielerorts ist das Internet ausgefallen. "Melissa" soll auf dem Weg ĂŒber den Inselstaat an IntensitĂ€t verlieren. Im Anschluss wird erwartet, dass der Hurrikan weiterzieht nach Kuba und dort die StĂ€rke auf Stufe 3 abfĂ€llt. Auf dem Karibikstaat Haiti, ĂŒber den das Zentrum des Sturms nicht ziehen soll, wurden bereits jetzt durch die AuslĂ€ufer 450 HĂ€user ĂŒberflutet und 10 weitere beschĂ€digt.


