Zahl der Krankenhausbehandlungen wegen Depressionen steigt weiter
05.03.2025 - 08:33:47Knapp dahinter kommen alkoholbedingte psychische Erkrankungen (232.800 Behandlungen oder 22 Prozent der FĂ€lle). Wiederkehrende depressive Störungen sind die hĂ€ufigste Diagnose einer Depressionsform bei den Krankenhausbehandlungen. Mit dieser Diagnose wurden rund 160.500 Patienten behandelt - ein Höchstwert seit Beginn der Zeitreihe, so das Bundesamt. Frauen wurden demnach ĂŒberdurchschnittlich hĂ€ufig stationĂ€r wegen Depressionen behandelt und machten 2023 rund 61 Prozent der FĂ€lle aus. Depression war somit die hĂ€ufigste Diagnose bei psychisch erkrankten Frauen: Jede Dritte, die aufgrund einer psychischen Erkrankung oder Verhaltensstörung im Krankenhaus behandelt wurde, litt daran. Bei Kindern und Jugendlichen (zehn bis 19 Jahre) waren psychische Erkrankungen die hĂ€ufigste Ursache fĂŒr einen Krankenhausaufenthalt. Von diesen waren in 30 Prozent (33.300 FĂ€lle) Depressionen die Ursache. In der Altersgruppe der 20- bis 29-JĂ€hrigen wurden rund 41.000 Patienten wegen einer Depression stationĂ€r behandelt. Das war gut ein Viertel (26 Prozent) aller Klinikbehandlungen wegen psychischer Erkrankungen und Verhaltensstörungen. Patienten mĂŒssen wegen einer Depression deutlich lĂ€nger im Krankenhaus behandelt werden als im Durchschnitt aller Erkrankungen, so das Bundesamt weiter. 39,2 Tage dauerte eine Behandlung bei einer wiederkehrenden depressiven Störung im Jahr 2023 durchschnittlich an. Bei einer erstmaligen depressiven Episode waren es 32,3 Tage und bei psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen insgesamt waren es 24,5 Tage. Zum Vergleich: Ein stationĂ€rer Krankenhausaufenthalt dauerte durchschnittlich 7,2 Tage.


