Destatis: Zahl der SterbefÀlle 2024 leicht gesunken
14.01.2025 - 12:55:01Die Sterbefallzahlen im Februar lagen ĂŒber dem mittleren Wert der vier Vorjahre (+6 Prozent; ohne den zusĂ€tzlichen Schalttag: +3 Prozent). Mit Auslaufen der saisonalen Grippewelle im MĂ€rz fielen die Sterbefallzahlen dann unter den Vergleichswert der Vorjahre (-6 Prozent). Auch im April lagen sie darunter (-6 Prozent). Zwischen Mai und Oktober bewegten sie sich im Bereich des Medians der vier Vorjahre. Nur in einzelnen Wochen, zum Beispiel wĂ€hrend Hitzeperioden, stiegen die Sterbefallzahlen erkennbar darĂŒber hinaus an. Ab Ende Oktober lagen die Sterbefallzahlen wieder durchgehend unter dem mittleren Wert der vier Vorjahre - im Dezember war der Abstand mit -15 Prozent besonders deutlich. Dass die Sterbefallzahlen im Jahresverlauf 2024 teils erkennbar unter dem mittleren Wert der vier Vorjahre lagen, hĂ€ngt mit den zeitweise deutlich erhöhten Sterbefallzahlen wĂ€hrend der Corona-Pandemie in den Jahren 2020 bis 2022 zusammen, erlĂ€uterten die Statistiker. Es bedeute nicht zwangslĂ€ufig, dass die Sterblichkeit in diesen Phasen auĂergewöhnlich niedrig gewesen sei. So habe sich beispielsweise in den drei Jahren der Corona-Pandemie ein saisonales Muster gezeigt, bei dem die Sterbefallzahlen zum Jahresende deutlich und im Vergleich zu vorpandemischen Jahren in ungewöhnlichem MaĂe angestiegen sind. Dieses Muster werde im aktuellen Vergleich der Sterbefallzahlen des Jahres 2024 mit dem mittleren Wert der vier Vorjahre 2020 bis 2023 berĂŒcksichtigt, erklĂ€rte das Bundesamt. Dass die Sterbefallzahlen im Dezember 2024 nun vergleichsweise niedrig waren, zeige somit eine RĂŒckkehr zu dem saisonalen Muster an, das vor der Pandemie in fast allen Jahren beobachtet wurde. Aufgrund des zunehmenden Anteils Ă€lterer Menschen an der Bevölkerung wird seit mehr als 20 Jahren mit einer jĂ€hrlich steigenden Zahl der SterbefĂ€lle in Deutschland gerechnet. Gleichzeitig stieg die Lebenserwartung vor Beginn der Corona-Pandemie tendenziell an. Der Effekt der steigenden Lebenserwartung schwĂ€chte damit den Alterungseffekt ab. In den Pandemiejahren 2020 bis 2022 war der Anstieg der SterbefĂ€lle stĂ€rker ausgeprĂ€gt als in fast allen Jahren zuvor, die Lebenserwartung sank. Ausgehend von einem entsprechend hohen Niveau von rund 1,07 Millionen Gestorbenen im Jahr 2022 waren die Sterbefallzahlen 2023 erstmals seit 2019 im Vorjahresvergleich wieder gesunken. Die Lebenserwartung war zeitgleich wieder angestiegen, hatte jedoch noch nicht das Vor-Corona-Niveau erreicht. Die Ergebnisse fĂŒr das Jahr 2024 zeigen nun, dass die Sterbefallzahlen auch 2024 weiter zurĂŒckgegangen sind und sich der Aufholeffekt bei der Lebenserwartung weiter fortgesetzt haben dĂŒrfte, so das Statistische Bundesamt.


