EU, Asyl

EU-Kommission: Fast ein FĂŒnftel weniger AsylantrĂ€ge in Europa

10.01.2026 - 13:08:30

Im zurĂŒckliegenden Jahr wurden 19 Prozent weniger AsylantrĂ€ge als 2024 in der EU gestellt.

Wie aus einer internen Analyse der Migrationslage der EU-Kommission hervorgeht, ĂŒber die die "Welt am Sonntag" berichtet, waren es 780.209 zum Stand 16. Dezember.

In der vorlĂ€ufigen Auswertung der EU-Asyldaten wird nicht zwischen Erst- und FolgeantrĂ€gen unterschieden. Demnach wurden in den grĂ¶ĂŸten Staaten Deutschland (149.127) und Frankreich (148.591) die meisten AntrĂ€ge gestellt. Gefolgt von Spanien (137.263) und Italien (125.824).

In Frankreich treibt die Antragszahlen in die Höhe, dass dort anders als in Deutschland viele Ukrainer AsylantrĂ€ge stellen, um eine lĂ€ngerfristige Bleibeperspektive zu haben. Mehr als 12.000 waren es 2025 laut der Lageanalyse der EU-Kommission. In Deutschland waren im vergangenen Jahr neben den rund 113.000 ErstantrĂ€gen auf Asyl sehr viele FolgeantrĂ€ge zu verzeichnen, allein mehr als 20.000 von bereits im Land lebenden afghanischen Frauen. Diese können seit einem Urteil des EuropĂ€ischen Gerichtshofs wegen "geschlechtsspezifischer Verfolgung" FlĂŒchtlingsschutz erhalten. In Spanien stammten zwei Drittel der 137.000 Bewerber aus Venezuela. Von allen rund 88.000 Venezolanern, die im letzten Jahr in der EU einen Antrag stellten, taten dies laut EU-Kommissionspapier 94 Prozent in Spanien.

Die illegalisierte Migration nach Spanien ĂŒber die gefĂ€hrliche Kanarenroute wurde 2026 um 61 Prozent (rund 17.000 aufgegriffene Personen) gesenkt. Laut dem Papier der EU-Kommission sind "verstĂ€rkte Kontrollen der KĂŒstenwachen Mauretaniens und Senegals" der Grund.

@ dts-nachrichtenagentur.de