Sicherheitsbehörden nehmen Neonazi-Jugendgruppen ins Visier
19.03.2025 - 18:00:00Das deckt sich mit den EinschĂ€tzungen aus anderen LĂ€ndern. Jugendorganisationen rekrutieren maĂgeblich ĂŒber die sozialen Medien stĂ€ndig neue Mitglieder, die als jung, gut vernetzt und gewaltbereit beschrieben werden. Der Verfassungsschutz in Sachsen beobachtet ein "erhöhtes MaĂ an Aktivismus und GewaltaffinitĂ€t" bei den Aktivisten der jungen Neonazi-Gruppen. In Anbetracht des Personenpotenzials und der grundsĂ€tzlichen ideologischen Schnittmenge seien "erste AnsĂ€tze zur Kooperation mit den Jugendorganisationen rechtsextremistischer Parteien festzustellen", berichten unter anderem die Sicherheitsbehörden in Niedersachsen. Es sei "offensichtlich", dass sich "eine `neue` neonazistische Skinhead-Szene im Aufbau" befinde, erklĂ€ren die VerfassungsschĂŒtzer aus Mecklenburg-Vorpommern. Dies sei insbesondere an der szenetypischen Bekleidung und dem Aussehen festzumachen. Das Erscheinungsbild der "Neuen Generation von Neonazis" erinnere an die Subkultur in den 80er- und 90er-Jahren. Es finde somit "ein Revival in der rechtsextremistischen Szene" statt: Bomberjacke, Springerstiefel mit weiĂen SchnĂŒrsenkeln und der kahl rasierte Kopf finden laut des Innenministeriums in Mecklenburg-Vorpommern gerade bei der jĂŒngeren Generation immer mehr Anklang.


