Studie: 300.000 KitaplĂ€tze fĂŒr Unter-DreijĂ€hrige fehlen
30.11.2025 - 10:51:04Jedes siebte Kind ging also leer aus. Je nach Bundesland unterscheidet sich die Betreuungssituation stark. Besonders in Nordrhein-Westfalen haben es Familien schwer: Hier fehlen 85.000 PlĂ€tze (18 Prozent) - mehr als in jedem anderen Bundesland. Auch relativ zur Zahl der Kinder ist die LĂŒcke im Westen am gröĂten: In Rheinland-Pfalz und im Saarland gingen knapp 19 Prozent der Kinder leer aus, in Nordrhein-Westfalen waren es gut 18 Prozent. Anders ist die Lage im Osten: Hier ist die Zahl der Unter-DreijĂ€hrigen seit 2019 mit einem RĂŒckgang um fast 20 Prozent regelrecht eingebrochen. Damit ist auch der Bedarf an BetreuungsplĂ€tzen von 261.000 (2019) auf 213.000 (2025) gesunken. Rein rechnerisch ergibt sich daraus immer noch eine LĂŒcke von 25.000. Allerdings dĂŒrfte der tatsĂ€chliche Bedarf deutlich geringer ausfallen, was mit UnschĂ€rfen in der Statistik zusammenhĂ€ngt. "Gerade fĂŒr Kinder aus bildungsfernen Haushalten ist der Besuch einer Kita entscheidend fĂŒr den weiteren Bildungsweg", sagte IW-Bildungsökonom Wido Geis-Thöne. Vor allem im Westen mĂŒsse die Politik deshalb den Ausbau der Betreuungsinfrastruktur weiter vorantreiben. "Im Osten dĂŒrfte angesichts der eingebrochenen Geburtenzahlen ein Abbau von KitaplĂ€tzen unvermeidbar sein - allerdings ohne die QualitĂ€t der Betreuung zu verschlechtern." Die GruppengröĂen seien dort bislang hĂ€ufig zu groĂ, um eine verlĂ€sslich gute QualitĂ€t zu gewĂ€hrleisten.


