Mehr MĂ€nner als Frauen haben geringen Schulabschluss
03.04.2025 - 12:11:26Einen mittleren Schulabschluss machten ebenfalls mehr junge MĂ€nner (51 Prozent) als junge Frauen (49 Prozent). Rund 336.400 Absolventen gingen 2023 mit einem mittleren Schulabschluss von allgemeinbildenden Schulen ab. Auch bei den Wiederholungsquoten zeigt sich ein Unterschied zwischen den Geschlechtern: Im Schuljahr 2023/2024 wiederholten 147.100 SchĂŒler eine Klassenstufe, 56 Prozent waren mĂ€nnlich und 44 Prozent weiblich. Junge MĂ€nner neigen eher dazu, vergleichsweise frĂŒh von der Schule abzugehen und auch im Anschluss nicht nahtlos in eine Aus- oder Weiterbildung zu starten. Im Jahr 2023 hatten gut 15 Prozent der MĂ€nner im Alter von 18 bis 24 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung maximal einen ersten oder mittleren Schulabschluss und waren nicht in Aus- oder Weiterbildung. Unter Frauen im selben Alter traf das auf rund elf Prozent zu. Die Diskrepanz zwischen den Geschlechtern ist in den letzten Jahren gröĂer geworden: Zehn Jahre zuvor hatte der Anteil unter Frauen bei gut neun Prozent und unter MĂ€nnern bei gut zehn Prozent gelegen. Im selben Zeitraum ist der Anteil der auslĂ€ndischen Bevölkerung in dieser Altersgruppe von zehn Prozent auf knapp 18 Prozent gestiegen. Davon hatte im Jahr 2023 mehr als ein Drittel (34 Prozent) der MĂ€nner keine abgeschlossene Berufsausbildung, maximal einen ersten oder mittleren Schulabschluss und war nicht in Aus- oder Weiterbildung, so die Statistiker. Zehn Jahre zuvor traf dies noch auf 23 Prozent der auslĂ€ndischen MĂ€nner in dieser Altersgruppe zu. Unter den auslĂ€ndischen Frauen in der Altersgruppe ist der Anteil im selben Zeitraum von 23 Prozent auf 26 Prozent und somit moderater gestiegen. Ăhnlich wie bei der Allgemeinen Hochschulreife sind Frauen auch unter den Absolventen an Hochschulen insgesamt in der Mehrheit. 53 Prozent der insgesamt 501.900 HochschulabschlĂŒsse im PrĂŒfungsjahr 2023 machten Frauen, 47 Prozent aller Absolvierenden waren MĂ€nner. Dass mehr Frauen als MĂ€nner ein Studium abschlieĂen, trifft jedoch nicht auf alle Arten von StudienabschlĂŒssen zu: Bei den Promotionen sind mit 54 Prozent die MĂ€nner in der Mehrheit. Dagegen liegen die Frauen sowohl bei den BachelorabschlĂŒssen (53 Prozent) als auch bei den MasterabschlĂŒssen (51 Prozent) vorn. Der höchste Frauenanteil ergibt sich bei den sonstigen universitĂ€ren AbschlĂŒssen (ohne Bachelor und Master) mit 64 Prozent. Hierunter fallen vor allem die StaatsexamensprĂŒfungen in Medizin, im Lehramt und in Rechtswissenschaften. Auch in den einzelnen FĂ€chergruppen sind Frauen unter den Absolvierenden meist stĂ€rker vertreten als MĂ€nner - mit Ausnahme der Ingenieurwissenschaften (74 Prozent MĂ€nner) und des Sports (54 Prozent MĂ€nner). Einen besonders groĂen Teil der Absolvierenden machten Frauen 2023 in den Geisteswissenschaften (74 Prozent) und in der FĂ€chergruppe Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften (69 Prozent) aus. Aber auch in den stĂ€rker belegten Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (60 Prozent) oder in den Naturwissenschaften einschlieĂlich Mathematik (53 Prozent) waren Frauen unter den Absolvierenden in der Mehrheit. Knapp zwei Drittel (66 Prozent) der endgĂŒltig nicht bestandenen PrĂŒfungen an Hochschulen im Jahr 2023 wurden von MĂ€nnern abgelegt und ein Drittel (34 Prozent) von Frauen. Der Anteil der endgĂŒltig nicht bestandenen PrĂŒfungen an allen AbschlussprĂŒfungen war damit unter MĂ€nnern (5,3 Prozent) mehr als doppelt so hoch wie unter Frauen (2,5 Prozent). Neben 501.900 bestandenen gab es gut 20.100 endgĂŒltig nicht bestandene PrĂŒfungen an Hochschulen im Jahr 2023. Zudem waren MĂ€nner 2023 im Mittel (Median) mit 23,9 Jahren beim Abschluss ihres Erststudiums ein halbes Jahr Ă€lter und brauchten mit 8,6 Semestern knapp ein Semester lĂ€nger als Frauen, die ihren ersten Studienabschluss bereits mit 23,4 Jahren bzw. nach 7,9 Semestern in der Tasche hatten.


