LĂ€ndervergleich, Ostdeutschland

Neuer LĂ€ndervergleich: In Ostdeutschland gehen deutlich mehr Kleinkinder in die Kita

13.01.2024 - 12:42:05

In Ostdeutschland werden deutlich mehr Kleinkinder in KindertagesstÀtten betreut als im Westen des Landes.

Das geht aus dem Monitoringbericht 2023 des Bundesfamilienministeriums fĂŒr rund 60.000 Kindertageseinrichtungen hervor, ĂŒber den die "Rheinische Post" in ihrer Samstagausgabe berichtet. Insgesamt gehen demnach bundesweit gut 35 Prozent der Kinder unter drei Jahren in die Kita. In westdeutschen BundeslĂ€ndern waren es mit einem Anteil von knapp 32 Prozent weiterhin deutlich weniger als in ostdeutschen LĂ€ndern mit gut 53 Prozent.

Beim BetreuungsschlĂŒssel sieht es anders aus: Hier steht Baden-WĂŒrttemberg am besten da. Eine pĂ€dagogische Fachkraft betreute dort im Schnitt drei Kinder unter drei Jahren. In Mecklenburg-Vorpommern ist wiederum eine Person fĂŒr fast sechs Kinder zustĂ€ndig - das ist das bundesweit ungĂŒnstigste VerhĂ€ltnis. Insgesamt verbesserte sich die QualitĂ€t in den Kitas im Vergleich zu den Vorjahren leicht. Bundesweit betreute in den Kitas bei den unter DreijĂ€hrigen etwa eine Person vier Kinder. Bei den Ă€lteren Kindern bis zum Schulantritt waren es weniger: Eine pĂ€dagogisch tĂ€tige Person war hier fĂŒr fast acht Kinder verantwortlich. Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund lag der Untersuchung zufolge bundesweit im Schnitt bei gut 29 Prozent - zwei Drittel von ihnen hatten Deutsch nicht als Muttersprache. Ministerin Lisa Paus (GrĂŒne) sagte, frĂŒhkindliche Bildung sei "ein zentrales Element, wenn es darum geht, Bildungserfolg und familiĂ€re Herkunft zu entkoppeln". Auch mit Blick auf den FachkrĂ€ftemangel und die Folgen der Corona-Pandemie seien "Investitionen im Kita-Bereich so wichtig wie nie". Sie betonte: "Auch ĂŒber 2024 hinaus gibt es Handlungsbedarf." FĂŒr die Studie wurden Daten von Kitas im Jahr 2022 erhoben. Damals sind etwa 3,5 Millionen Kinder bundesweit in den TagesstĂ€tten betreut worden.

@ dts-nachrichtenagentur.de