Antisemitische, Straftaten

Antisemitische Straftaten legen stark zu

13.11.2024 - 11:41:57

In Zusammenhang mit dem israelisch-palÀstinensischen Konflikt sind in Deutschland zwischen dem 1.

Januar und dem 30. September dieses Jahres bundesweit 3.931 Straftaten gezĂ€hlt worden. Das geht aus einer bislang unveröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion hervor, ĂŒber welche die "Welt" berichtet. Rund 72 Prozent davon ordneten die Polizeibehörden demnach innerhalb der politisch motivierten KriminalitĂ€t dem PhĂ€nomenbereich "auslĂ€ndische Ideologie" zu, rund zehn Prozent dem Bereich "religiöse Ideologie", rund acht Prozent "sonstige Zuordnung", rund sechs Prozent "links" sowie rund vier Prozent "rechts". 1.396 TatverdĂ€chtige - also 35,5 Prozent - der Straftaten mit Bezug zum Nahost-Konflikt haben die deutsche Staatsangehörigkeit.

Insgesamt haben die TatverdĂ€chtigen 77 unterschiedliche Staatsangehörigkeiten. 1.536 der Straftaten mit Bezug zum Nahost-Konflikt wurden als antisemitisch eingestuft. Davon wurden rund 67 Prozent der "auslĂ€ndischen Ideologie", rund 19 Prozent der "religiösen Ideologie", rund sechs Prozent "rechts", rund fĂŒnf Prozent "sonstig" sowie rund drei Prozent "links" zugeordnet. 641 TatverdĂ€chtige der antisemitischen Straftaten mit Bezug zum Nahostkonflikt sind deutsche StaatsbĂŒrger, also 41,7 Prozent. Wenn ein TatverdĂ€chtiger neben der deutschen eine weitere Staatsangehörigkeit besitzt, wird in den Fallzahlen des Bundeskriminalamts lediglich die deutsche abgebildet. Insgesamt wurden zwischen dem 1. Januar und dem 30. September 3.370 antisemitische Straftaten im Kriminalpolizeilichen Meldedienst in FĂ€llen politisch motivierter KriminalitĂ€t (KPMD-PMK) erfasst. Im gleichen Erfassungszeitraum waren im Jahr 2023 1.581 Straftaten registriert worden. Die Fallzahlen stiegen im Vergleich zum Vorjahr in diesem Jahr also um 113 Prozent an. Der innenpolitische Sprecher der AfD im Bundestag, Gottfried Curio, sagte der Zeitung: "Strafrechtliche und aufenthaltsrechtliche Maßnahmen gegen auslĂ€ndische TĂ€ter mĂŒssen zur Abwehr des Antisemitismus Hand in Hand gehen."

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