KAS sieht Israel-SolidaritÀt der AfD als politische Strategie
06.11.2025 - 13:00:00"Die Betonung und Rechtfertigung ihres `muslimfeindlichen` Markenkerns" sei die zentrale Funktion der angeblichen Israel-SolidaritĂ€t. Die AfD wolle von ihrem Antisemitismus ablenken. Aussagen fĂŒhrender AfD-Politikerinnen wie Beatrix von Storch und Alice Weidel inszenieren demnach die Partei als "einzige UnterstĂŒtzerin jĂŒdischer Interessen". Der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, der ehemalige BundestagsprĂ€sident Norbert Lammert (CDU), widerspricht: "Hinter der vermeintlichen Israel-SolidaritĂ€t der AfD verbergen sich völkischer Nationalismus und Verschwörungsdenken, Hass auf Muslime und Antisemitismus." Die Menschen in Israel wie die Juden in Deutschland verdienten "ernst gemeinten, echten RĂŒckhalt - und keine politisch inszenierte ScheinsolidaritĂ€t einer rechtsextremen Partei". Die Autoren der Analyse in der Konrad-Adenauer-Stiftung sehen in der vermeintlichen proisraelischen Haltung der AfD ein "TĂ€uschungsmanöver", das rechtsextreme Positionen gesellschaftsfĂ€hig machen solle. TatsĂ€chlich befĂŒrworteten AfD-AnhĂ€nger demnach ĂŒberdurchschnittlich oft antisemitische Aussagen.


