KinderÀrzte, Gesundschreibungen

KinderÀrzte kritisieren Gesundschreibungen

Veröffentlicht am: 24.10.2024 um 08:52 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Der Bundesverband der Kinder- und JugendĂ€rzte (BVKJ) kritisiert die von vielen Kitas verlangten Gesundschreibungen fĂŒr Kinder nach einer Erkrankung.

Behandlungszimmer beim Arzt (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Behandlungszimmer beim Arzt (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Gesundschreibungen fĂŒhren dazu, dass unsere ĂŒbervollen Praxen mit unnötiger Arbeit belastet sind, und das bei immer weniger werdenden Ressourcen", sagte Verbandssprecher Jakob Maske dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Verlangten Kitas so ein Attest, mĂŒssten Eltern mit ihrem gesunden Kind zum zweiten Mal zum Kinder- und Jugendarzt, nur um sich die Gesundschreibung zu holen. Sie mĂŒssten sich dann oft auch an diesem Tag freinehmen.

"Da entsteht auch ein wirtschaftlicher Schaden, der in keinerlei Weise zu begrĂŒnden ist." Eine Ausnahme bilden aus Sicht der Kinder- und JugendĂ€rzte meldepflichtige und ansteckende Krankheiten nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG). Dazu zĂ€hlten beispielsweise Masern, Mumps, Keuchhusten, Scharlach, Windpocken, Meningokokken, KopflĂ€use, KrĂ€tze. "Dann sind wir dazu verpflichtet und natĂŒrlich auch bereit, solche Untersuchungen umsonst durchzufĂŒhren", sagte Maske. "In allen anderen FĂ€llen ist die Gesundschreibung aber eine Leistung, die nicht von den Krankenkassen ĂŒbernommen wird." Ärzte mĂŒssten die Untersuchung dann in Rechnung stellen. Das könne relativ teuer werden - bis hin zu 40 Euro. "Das will man Eltern und Kindern doch nicht zumuten - eine Untersuchung, die medizinisch gesehen gar keine Berechtigung hat", sagte Verbandssprecher Maske. "Kinder, die 24 Stunden symptomfrei und ansonsten fit sind, dĂŒrfen auch in die Kita gehen."

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