Russische Suchanfragen vor AnschlÀgen in Deutschland entdeckt
06.04.2025 - 22:09:22Gemeinsam mit dem Internet-Profiler Steven Broschart stieĂ der Sender auf verdĂ€chtige Suchanfragen aus Russland im Vorfeld der AnschlĂ€ge. Ein Beispiel ist der Mannheimer Messerangriff auf den Islamkritiker. Bereits vier Tage vor dem Anschlag habe es Suchanfragen aus Russland nach einem "Terroranschlag in Mannheim" gegeben. Weitere Suchanfragen aus Russland im Vorfeld der Tat lauten "Anschlag in Deutschland", das Wort "Anschlag" oder "erstochen" in Kombination mit dem Namen des angegriffenen Islamkritikers. Diese Anfragen lassen TĂ€terwissen vermuten. Broschart sagte dem ZDF: "Wir finden tatsĂ€chlich zum TĂ€ter im Vorfeld Suchanfragen aus Russland, zum TĂ€ternamen, und das ist schon sehr, sehr ungewöhnlich." Dazu habe es im Vorfeld der Tat auch russische Suchanfragen nach Webcams auf dem Mannheimer Marktplatz gegeben, um ein Livebild zu haben, "was auch sehr, sehr auffĂ€llig" sei, ergĂ€nzte der Internet-Profiler. "Ich glaube, es ist völlig offensichtlich, dass diese digitalen Spuren und die Auswertung und Analyse dieser digitalen Spuren ein wichtiger Baustein dafĂŒr sein können, der Wahrheit deutlich nĂ€her zu kommen, und insofern sollte man das mit einbeziehen", sagte von Notz. Auch bei möglichen Angriffen auf die kritische Infrastruktur fanden sich im Netz AuffĂ€lligkeiten. So zum Beispiel im Fall des Brandes im DHL-Luftfrachtzentrum in Leipzig im Juli 2024. Inzwischen gehen auch deutsche Sicherheitsbehörden davon aus, dass Russland hinter dem Brand steckt. "Diejenigen, die sich damit beschĂ€ftigen, wissen, dass wir eigentlich schon lĂ€ngst in einem Krieg sind, auch wenn dieser Krieg nicht ausgesprochen wurde", warnte der PrĂ€sident des Landesamtes fĂŒr Verfassungsschutz ThĂŒringen, Stephan Joachim Kramer. Ziel Russlands sei dabei, "die westlich liberale Demokratie, das Wertesystem im Grunde genommen zu zerstören", sagte er dem ZDF.


