Migrationsbilanz von Januar bis Juni 2020 rĂŒcklĂ€ufig
01.10.2020 - 11:00:39 | ad-hoc-news.de
Von Januar bis Juni 2020 sind laut Statistischem Bundesamt (Destatis) insgesamt 529.000 Menschen nach Deutschland zugewandert. Im gleichen Zeitraum haben 455.000 Menschen die Bundesrepublik verlassen, so dass sich die Nettozuwanderung auf 74.000 Migranten belÀuft.
Bei beiden Werten zeigt sich ein deutlicher RĂŒckgang gegenĂŒber dem Jahr 2019. Die Zuwanderungsquote sank um 219.000, die Abwanderungsquote um 126.000. Damit ergibt sich fĂŒr die Nettozuwanderung ein Minus von 93.000 Personen. In Prozenten bedeuten dies ein RĂŒckgang der Zuwanderung um 29 Prozent und der Abwanderung von 22 Prozent. Den Hauptgrund identifizieren die Statistiker in der Corona-bedingten Entwicklung seit MĂ€rz 2020. Die globalen EinschrĂ€nkungen der MobilitĂ€t hatten auch einen groĂen Einfluss auf die Migrationsströme in die EuropĂ€ische Union. Dies verdeutlicht auch ein Blick auf die Werte aus den ersten beiden Monaten des Jahres. Im Januar und Februar 2020 gab es kaum Abweichungen zu den Zahlen des Jahres 2019. FĂŒr den Zeitraum von MĂ€rz bis Juni 2020, ist dagegen ein starkes Sinken beider Werte festzustellen. In diesen vier Monaten wurden insgesamt 208.000 weniger ZuzĂŒge registriert als im gleichen Vorjahreszeitraum. Dies waren 42 Prozent weniger Zuwanderer. Eine parallele Entwicklung, die allerdings nicht so stark ausgeprĂ€gt war, zeigt sich bei den Auswanderungszahlen. Sie gingen um 32 Prozent oder in absoluten Zahlen um 126.000 zurĂŒck. Die gröĂten Zahlenschwankungen weist der April 2020 auf. Hier sanken die Werte fĂŒr die Zuwanderung um 60 Prozent, wĂ€hrend die Abwanderungsquote um 47 Prozent einbrach.
Die Corona-Pandemie wirkte sich dabei auf eine zweifache Weise dĂ€mpfend auf die Migrationsbereitschaft der Menschen aus. Zum einen behinderten die globalen ReiseeinschrĂ€nkungen die physische MobilitĂ€t, zum anderen können die ökonomischen Auswirkungen der Krise die Migrationsbereitschaft gesenkt haben, vermuten die Statistiker. Die unsicheren wirtschaftlichen Perspektiven erweisen sich demnach als hemmender Migrationsfaktor. Aber auch der Lock-Down der Behörden kann eine Rolle spielen und zu einer zeitlichen Verzögerung der Meldungen gefĂŒhrt haben.
Bei der Struktur der Zuwanderung zeigt sich eine deutliche Verschiebung bei den HerkunftslĂ€ndern der Migranten. Fast 70 Prozent der Zuwanderer stammten aus Europa, wovon wiederum 77 Prozent aus den Mitgliedsstaaten der EU kamen. Knapp ĂŒber 10 Prozent wanderten aus LĂ€ndern Asiens zu, wĂ€hrend 4,5 Prozent aus Amerika stammten. Die europĂ€ische Migration sank dabei im ersten Halbjahr um 29 Prozent, die asiatische um 41 Prozent und die amerikanische um 32 Prozent.
Der gleiche Schwerpunkt zeigt sich auch bei dem Abwanderungsströmen. Rund 65 Prozent der Migranten aus Deutschland zog es ins europÀische Ausland (-23 Prozent), gefolgt von knapp 8 Prozent, die in Staaten Asiens auswanderten (-23 Prozent) und Amerika mit 4 Prozent (-17 Prozent).
Bei beiden Werten zeigt sich ein deutlicher RĂŒckgang gegenĂŒber dem Jahr 2019. Die Zuwanderungsquote sank um 219.000, die Abwanderungsquote um 126.000. Damit ergibt sich fĂŒr die Nettozuwanderung ein Minus von 93.000 Personen. In Prozenten bedeuten dies ein RĂŒckgang der Zuwanderung um 29 Prozent und der Abwanderung von 22 Prozent. Den Hauptgrund identifizieren die Statistiker in der Corona-bedingten Entwicklung seit MĂ€rz 2020. Die globalen EinschrĂ€nkungen der MobilitĂ€t hatten auch einen groĂen Einfluss auf die Migrationsströme in die EuropĂ€ische Union. Dies verdeutlicht auch ein Blick auf die Werte aus den ersten beiden Monaten des Jahres. Im Januar und Februar 2020 gab es kaum Abweichungen zu den Zahlen des Jahres 2019. FĂŒr den Zeitraum von MĂ€rz bis Juni 2020, ist dagegen ein starkes Sinken beider Werte festzustellen. In diesen vier Monaten wurden insgesamt 208.000 weniger ZuzĂŒge registriert als im gleichen Vorjahreszeitraum. Dies waren 42 Prozent weniger Zuwanderer. Eine parallele Entwicklung, die allerdings nicht so stark ausgeprĂ€gt war, zeigt sich bei den Auswanderungszahlen. Sie gingen um 32 Prozent oder in absoluten Zahlen um 126.000 zurĂŒck. Die gröĂten Zahlenschwankungen weist der April 2020 auf. Hier sanken die Werte fĂŒr die Zuwanderung um 60 Prozent, wĂ€hrend die Abwanderungsquote um 47 Prozent einbrach.
Die Corona-Pandemie wirkte sich dabei auf eine zweifache Weise dĂ€mpfend auf die Migrationsbereitschaft der Menschen aus. Zum einen behinderten die globalen ReiseeinschrĂ€nkungen die physische MobilitĂ€t, zum anderen können die ökonomischen Auswirkungen der Krise die Migrationsbereitschaft gesenkt haben, vermuten die Statistiker. Die unsicheren wirtschaftlichen Perspektiven erweisen sich demnach als hemmender Migrationsfaktor. Aber auch der Lock-Down der Behörden kann eine Rolle spielen und zu einer zeitlichen Verzögerung der Meldungen gefĂŒhrt haben.
Bei der Struktur der Zuwanderung zeigt sich eine deutliche Verschiebung bei den HerkunftslĂ€ndern der Migranten. Fast 70 Prozent der Zuwanderer stammten aus Europa, wovon wiederum 77 Prozent aus den Mitgliedsstaaten der EU kamen. Knapp ĂŒber 10 Prozent wanderten aus LĂ€ndern Asiens zu, wĂ€hrend 4,5 Prozent aus Amerika stammten. Die europĂ€ische Migration sank dabei im ersten Halbjahr um 29 Prozent, die asiatische um 41 Prozent und die amerikanische um 32 Prozent.
Der gleiche Schwerpunkt zeigt sich auch bei dem Abwanderungsströmen. Rund 65 Prozent der Migranten aus Deutschland zog es ins europÀische Ausland (-23 Prozent), gefolgt von knapp 8 Prozent, die in Staaten Asiens auswanderten (-23 Prozent) und Amerika mit 4 Prozent (-17 Prozent).
Redaktion ad-hoc-news.de, NeoMatrix
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