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Welthungerhilfe warnt vor humanitÀrer Krise in Niger

10.08.2023 - 00:04:23

Nach dem Putsch in Niger gegen den demokratisch gewÀhlten PrÀsidenten Mohamed Bazoum registriert die Welthungerhilfe bereits Auswirkungen auf die humanitÀre Situation der Bevölkerung.

"Die Lebensmittelpreise auf den lokalen MĂ€rkten steigen", sagte Welthungerhilfe-Programmleiter Jameson Gadzirai in der Hauptstadt Niamey dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Donnerstagausgaben). Niger sei derzeit ohnehin in einer schwierigen Phase, da sich das Land zwischen zwei Ernten befinde.

"Jetzt hat sich die Situation aufgrund der aktuellen Grenzschließungen noch weiter verschĂ€rft." Der Preis fĂŒr einen 50-Kilo-Sack Reis sei um fast 50 Prozent gestiegen, Öl um 20 Prozent geworden. Gadzirai sagte: "Der Bedarf an humanitĂ€rer Hilfe wird wahrscheinlich steigen und die GefĂ€hrdung der Bevölkerung wird ein bedrohliches Ausmaß erreichen." Der Putsch bedeute fĂŒr die Menschen noch mehr Ungewissheit als ohnehin schon in dem Land, das zu den Ă€rmsten Staaten der Welt gehört. Die VorrĂ€te und Nahrungsmittelreserven aus dem letzten Jahr seien fast aufgebraucht und die neue Ernte stehe noch bevor. "Gleichzeitig sinken die erwarteten Einkommen der Menschen, bevor die nĂ€chste Ernte eingebracht werden kann." Die ErnĂ€hrungsunsicherheit nehme weiter zu. Die Not sei besonders in den Grenzregionen groß: "Die Gemeinschaften, insbesondere in den Grenzgebieten, die derzeit die Hauptlast der Bevölkerungsbewegungen tragen, brauchen Zugang zu Wasser, medizinischer Versorgung, Unterkunft und Schutz."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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