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DÀnemark verstÀrkt Grenzkontrollen nach Koranverbrennungen

04.08.2023 - 10:50:29

Nach den umstrittenen Koranverbrennungen in Kopenhagen verstĂ€rkt die dĂ€nische Polizei vorĂŒbergehend ihre Grenzkontrollen.

Bei der Einreise nach DĂ€nemark könne es zu stichprobenartigen Grenzkontrollen kommen, teilte das Justizministerium mit. Aufgrund der "aktuellen Entwicklung der Bedrohungslage" sei die Behörde zu der EinschĂ€tzung gekommen, die Überwachung des Grenzverkehrs fĂŒr eine gewisse Zeit zu verstĂ€rken, hieß es.

Dies sei auf Empfehlungen des Polizeinachrichtendienstes PET geschehen, berichtet die dĂ€nische Tageszeitung "Jyllands-Posten" am Freitag. Demnach sei der Nachrichtendienst zu der EinschĂ€tzung gekommen, dass die Koranverbrennungen die terroristische Bedrohungslage verschĂ€rft haben. In den letzten Wochen wurden bei Protestaktionen sowohl in DĂ€nemark als auch in Schweden mehrfach Ausgaben des Koran angezĂŒndet. Die Aktionen hatten in vielen muslimisch geprĂ€gten LĂ€ndern Empörung ausgelöst. In der irakischen Hauptstadt Bagdad war es zu Ausschreitungen gekommen, bei denen die schwedische Botschaft gestĂŒrmt worden war. Die irakische Regierung hatte Schweden mit einem Abbruch der diplomatischen Beziehungen gedroht. Viele schwedische und dĂ€nische BĂŒrger sehen die Verbrennungen als unnötige Provokation zum Nachteil ihres Landes und wĂŒnschen sich ein Verbot solcher Aktionen. Andere sehen die Verbrennungen als legitim ausgeĂŒbte Religionskritik im Rahmen der Meinungsfreiheit. DĂ€nemark hat angekĂŒndigt, ein Verbot von Koran-Verbrennungen im Rahmen von Versammlungen zu prĂŒfen.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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