Industrie drÀngt auf Klarheit beim Heizungsgesetz
12.12.2025 - 20:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deDie Regierungsparteien hatten sich darauf geeinigt, bis Anfang 2026 Eckpunkte fĂŒr ein neues Heizungsgesetz herauszuarbeiten und den Beschluss schnellstmöglich im Kabinett einzubringen. Der ZVSHK machte dennoch deutlich, dass nun auch Taten folgen mĂŒssten. "Die monatelange HĂ€ngepartie hat Industrie, Handwerk und auch den Fortschritt im Klimaschutz spĂŒrbar belastet." Entscheidend sei nun, dass "alle Technologien, die kĂŒnftig CO2-neutral arbeiten können, auch tatsĂ€chlich genutzt werden dĂŒrfen." Das Energieunternehmen Enerix blickt dagegen kritisch auf die PlĂ€ne der Regierung. "Das GebĂ€udeenergiegesetz oder wie es jetzt heiĂt `GebĂ€udemodernisierungsgesetz`, liefert bislang wenig Anhaltspunkte, da nur Name und Zeitplan feststehen", so Pressesprecher Lucas FlĂŒgel. Die ErklĂ€rungen im Koalitionsausschuss hĂ€tten die Verunsicherung in der Gesellschaft beim Heizungstausch nicht beilegen können. Dem schloss sich Octopus Energy Germany, ein Unternehmen fĂŒr erneuerbare Energien, an. "Die Heizungsbranche steckt seit Monaten im Nebel", sagte CEO Bastian Gierull. "AnkĂŒndigung folgt auf AnkĂŒndigung, aber klare Inhalte zum neuen GebĂ€udeenergiegesetz fehlen. Jetzt steht immerhin fest: Das Gesetz bekommt einen neuen Namen." Das zuletzt von der Ampelkoalition reformierte GebĂ€udeenergiegesetz sieht vor, dass neu eingebaute Heizungen einen Mindestanteil von 65 Prozent Erneuerbarer Energien haben sollen. Die Auswahl der konkreten Technologie zur Erreichung des Ziels ist frei. Damit und mit einer Förderung CO2-sparender Technologien sollte die Klimabilanz des GebĂ€udesektors verbessert werden. Nach Angaben des Expertenrats fĂŒr Klimafragen, der die Einhaltung des Bundes-Klimaschutzgesetzes ĂŒberwacht, besteht insbesondere im GebĂ€udebereich weiter Handlungsbedarf, um die Klimaziele zu erreichen. Je schneller die Emissionen in diesem Bereich gesenkt werden können, desto stĂ€rker dĂ€mpfe dies die Kosten fĂŒr die Energieverbraucher und damit die sozialen Kosten in Deutschland und der EU.
