Gesundheit, Nahrungsmittel

Lauterbach empfiehlt nun doch Fleischkonsum - gegen Demenz

05.04.2026 - 01:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Obwohl Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sich selbst nur von GemĂŒse und Fisch ernĂ€hrt, empfiehlt er den Verzehr von Fleisch fĂŒr Personen mit hohem Alzheimer-Risiko.

Dönerbude (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
"Wir haben jetzt starke Hinweise, dass sich Menschen mit einer genetischen Vorbelastung fĂŒr Demenz durch viel Fleischkonsum vor dem geistigen Verfall schĂŒtzen können", sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben).

Eine Studie der schwedischen Karolinska UniversitĂ€t zeige "in technisch sehr ĂŒberzeugender Weise" einen Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und dem Schutz vor Demenz, so Lauterbach. "Danach kann man sein Risiko fĂŒr eine Alzheimer-Erkrankung mit fleischlicher ErnĂ€hrung um mehr als die HĂ€lfte senken." Das gelte aber nur fĂŒr Menschen, die nachweislich eine genetische Vorbelastung fĂŒr Demenz hĂ€tten, wie etwa das "Alzheimer-Gen" ApoE43. Dies lasse sich durch einen Gentest feststellen.

FĂŒr den FleischverĂ€chter Lauterbach ist die schwedische Studie gesundheitspolitisch brisant: "Das musste ich auch erstmal verdauen", so der SPD-Mann, der sich seit Jahren fĂŒr eine fleischfreie ErnĂ€hrung einsetzt. "Man darf Forschungsergebnisse aber nicht verschweigen, nur weil sie gegen eigene Überzeugungen laufen." Bislang hĂ€tte Fleisch nur als Risikofaktor fĂŒr fast alle Gesundheitsgefahren gegolten, von Krebs bis Herzkrankheiten. Aber jetzt mĂŒsse man "jedenfalls im Bereich DemenzprĂ€vention beim Thema Fleisch umdenken". Trotzdem sollten jetzt nicht alle Deutschen "massenhaft Fleisch vertilgen", warnt Lauterbach: "Das wĂ€re Wahnsinn, denn nur schĂ€tzungsweise 25 Prozent der Leute haben dieses genetische Risiko. Da kann ich nicht 100 Prozent zum Fleischessen animieren."

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