Haseloff drÀngt auf Einigung zu Milliarden-Schulden
11.03.2025 - 16:42:09"Die nĂ€chste Bundesregierung muss Herkulesaufgaben bewĂ€ltigen. Und sie muss dabei erfolgreich sein", so Haseloff. "Falls sie damit scheitert, scheitert die politische Mitte und unsere Demokratie wĂ€re geschwĂ€cht." Haseloff hatte 2023 als einer der ersten in der CDU fĂŒr eine Reform der Schuldenbremse geworben. Seine Partei hatte zuletzt jedoch noch Wahlkampf mit einem Bekenntnis zur Schuldenbremse gemacht. Nun soll nach den PlĂ€nen von Union und SPD die Schuldenaufnahme fĂŒr Verteidigungsausgaben unbegrenzt erlaubt und ein kreditfinanziertes 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen geschaffen werden, 100 Milliarden davon fĂŒr die LĂ€nder. AuĂerdem soll den BundeslĂ€ndern eine geringfĂŒgige Schuldenaufnahme ermöglicht werden. Die Landesregierungen in Deutschland hĂ€tten ein groĂes Interesse, dass es zu einer Einigung bei den Sondervermögen komme, so Haseloff. "Was in unserer Macht steht, um Kompromisse zu finden, werden wir tun. Ein Scheitern wĂŒrde auch die LĂ€nder sehr belasten", sagte der MinisterprĂ€sident. Haseloff verteidigte das Vorgehen, den Schuldenplan noch vor dem Zusammentreten des neu gewĂ€hlten Bundestags mit den bisherigen Abgeordneten zu beschlieĂen. "Dazu sind wir doch geradezu verpflichtet", sagte der Christdemokrat. "Alle deutschen Politiker werden in Regierungen darauf vereidigt, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden. Das tun wir mit der Einberufung des alten Bundestags". Im nĂ€chsten Bundestag könnten "wesentliche Punkte zur Stabilisierung dieser Bundesrepublik, also bessere Rahmenbedingungen fĂŒr die Wirtschaft und die VerteidigungsfĂ€higkeit, aus der politischen Mitte heraus mit Zweidrittelmehrheit nicht mehr aus eigener Kraft realisiert werden", warnte Haseloff. "Deswegen mĂŒssen die Mehrheiten genutzt werden, solange sie da sind." Er könne nur alle, die gerade im GesprĂ€ch miteinander seien, dringend bitten: "Auf Zeit spielen ist keine Option", so Haseloff.


