Bjarne MĂ€del ist sich seines privilegierten Lebens bewusst
19.06.2025 - 00:01:00"Nehmen wir den Krieg in Gaza oder im Sudan: Wenn man da wirklich aufmerksam hinsieht, fĂ€llt es schwer, seinen Alltag unbeschwert weiterzufĂŒhren. Das hat natĂŒrlich auch etwas Egoistisches, wenn man aus Selbstschutz sagt: `Ich muss morgen funktionieren, ich muss ins BĂŒro oder zur Probe, ich kann mich jetzt nicht mit dem Leid anderer belasten.`" Es gehe schlieĂlich um Menschenleben, die vernichtet wĂŒrden. "Es ist ja global gesehen auch schon egoistisch, den eigenen Wohlstand immer verteidigen und rechtfertigen zu wollen." Mit Blick auf den Klimaschutz sieht der Schauspieler aber auch die Politik in der Pflicht: "Die Politik mĂŒsste bestimmte Sachen einfach verbieten. Warum gibt es immer noch so viel Wasser aus Plastikflaschen?", sagte er. Wenn man die Leute vor die Wahl stelle und die Plastikflasche billiger und leichter sei, sei klar, was passiere. "Da ist die Politik gefragt, die Optionen einzuschrĂ€nken." Dabei ist MĂ€del aber auch selbstreflektiert: "Durch unseren Lebensstandard belasten wir das Klima grundsĂ€tzlich. Ich bin ja auch kein Aussteiger und somit Teil des Problems", sagte er und plĂ€dierte gleichzeitig fĂŒr einen verantwortungsvollen und bewussten Umgang mit den Ressourcen. Seine Schlussfolgerung daraus: "Wenn ich es mir leisten kann, ist es zum Beispiel meine Verpflichtung, fair einzukaufen und wenn ich Fleisch esse, dann wenigstens kein Billigfleisch zu essen, das aus Massentierhaltung kommt."


