Behinderten-Diskriminierung, FĂ€lle

Behinderten-Diskriminierung: 1.300 FĂ€lle bei Schlichtungsstelle

31.03.2024 - 00:00:00

Seit 2017 haben sich mutmaßlich Betroffene von Diskriminierungen durch Bundesbehörden in 1328 FĂ€llen an die zentrale Schlichtungsstelle gewandt.

Das teilte eine Sprecherin der Stelle, die beim Behindertenbeauftragten der Bundesregierung angesiedelt ist, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" auf Anfrage mit. Nachdem die AntrĂ€ge von 2017 bis 2022 bei jĂ€hrlich unter 200 gelegen hatten, stiegen sie 2023 auf 267 an. 2024 sind bislang 57 AntrĂ€ge eingegangen, hieß es weiter. Die Schlichtungsstelle ist zustĂ€ndig, wenn sich Menschen mit Behinderungen von Bundesbehörden und -einrichtungen diskriminiert fĂŒhlen.

Bei den AntrĂ€gen geht es beispielsweise um das Benachteiligungsverbot, das das Schlechterstellen etwa von Menschen mit Behinderungen untersagt. Weitere FĂ€lle drehen sich beispielsweise um die bauliche Barrierefreiheit oder um Websites, die nicht barrierefrei gestaltet sind. Seit Juli 2021 ist die Schlichtungsstelle darĂŒber hinaus zustĂ€ndig, wenn Menschen mit Behinderungen mit einem Assistenzhund der Zutritt zu einer öffentlich zugĂ€nglichen Einrichtung verweigert wird. Als Beispiel nennt die Stelle auf ihrer Website Arztpraxen oder SupermĂ€rkte.

@ dts-nachrichtenagentur.de