Parkinson durch Pestizide: Tausende VerdachtsfĂ€lle in ĂberprĂŒfung
13.01.2025 - 01:00:00Deswegen sprachen sich die Fachleute fĂŒr eine Anerkennung als Berufskrankheit aus. Die Anerkennung bedeutet, dass Betroffene Anspruch auf Leistungen ihrer UnfallversicherungstrĂ€ger haben, etwa Renten. Die Aufnahme in den entsprechenden Katalog ist indes noch nicht erfolgt, wie ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums der NOZ unter Verweis auf noch laufende Abstimmungsprozesse bestĂ€tigte. FĂŒr Betroffene habe dies aber keine Auswirkungen: In der Zwischenzeit sei eine Anerkennung als sogenannte Wie-Berufskrankheit möglich, die mit identischen AnsprĂŒchen verbunden ist. Bis zu der Entscheidung im vergangenen Jahr hatten Parkinson-Patienten, die ihre Erkrankung auf beruflichen Pestizid-Einsatz zurĂŒckfĂŒhren, kaum Chancen auf Anerkennung. 60 entsprechende Verdachtsanzeigen waren in den zurĂŒckliegenden Jahren laut NOZ bei der SVLFG eingegangen, aber alle negativ beschieden worden. Die Versicherung hatte von sich aus nach eigenen Angaben 7.900 Versicherte angeschrieben, die in den vergangenen Jahren aufgrund einer Parkinson-Erkrankung behandelt worden waren. Weitere 400 Verdachtsanzeigen kamen durch Ărzte, Arbeitnehmer oder Unternehmer noch hinzu.


