MinisterprÀsidenten wollen schÀrfer gegen SchulschwÀnzen vorgehen
Veröffentlicht am: 04.03.2026 um 05:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deDie Initiative dazu kommt aus Hessen. Die Zahl derer, die der Schule unentschuldigt fernbleiben, ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Die Landesregierungschefs sind sich einig, "dass das Recht jedes Kindes und Jugendlichen auf Bildung entschieden durchgesetzt werden muss und Schulpflichtverletzungen konsequent sanktioniert werden sollen", heiĂt es nach den Beratungen der Staatskanzleichefs in einer entsprechenden Beschlussvorlage fĂŒr die MinisterprĂ€sidenten.
FĂŒr eine durchgreifende Sanktionierung sollen "entsprechende Regelungen" geschaffen werden. Man sehe "die Notwendigkeit, die zentralen Ursachen fĂŒr Schulpflichtverletzungen zu identifizieren und darauf abgestimmt prĂ€ventive Konzepte zu entwickeln, die Familien entlasten und einem RĂŒckzug aus dem Schulsystem wirksam entgegenwirken". "Kinder brauchen verlĂ€ssliche Strukturen im Alltag. Wer die Schule schwĂ€nzt, verliert seinen Zugang zu Bildung, Klassenkameraden und staatlichem Schutz", sagte Hessens MinisterprĂ€sident Boris Rhein (CDU), der "Welt". "Die Schulpflicht ist kein unverbindliches Angebot, sondern die Basis fĂŒr eine erfolgreiche Schulzeit von Kindern und Jugendlichen. Deshalb mĂŒssen wir Schulpflichtverletzungen noch konsequenter ahnden und die Ursachen frĂŒh bekĂ€mpfen."
Wo Eltern ihrer Verantwortung nicht nachkĂ€men, mĂŒsse der Staat handeln - auch mit Sanktionen. "Gleichzeitig wollen wir Familien noch stĂ€rker unterstĂŒtzen, damit Kinder und Jugendliche gar nicht erst aus dem System fallen, sondern ihre Schulzeit als bereichernd, lehrreich und erfĂŒllend empfinden."
