Umstrittene âtazâ-Polizeisatire bleibt ohne juristisches Nachspiel
25.06.2020 - 10:49:59 | ad-hoc-news.de
Im Konflikt um eine Polizei-Satire in der Tageszeitung âtazâ setzt Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU auf Kommunikation und verzichtet auf die angekĂŒndigte Strafanzeige. Statt einer juristischen Auseinandersetzung will Seehofer nun die Redaktion der âtazâ zum klĂ€renden GesprĂ€ch nach Berlin einladen. Der Artikel und seine gefĂ€hrliche Provokation mit dem Aufruf zur Gewalt gegen die Exekutivorgane bedĂŒrfen einer Aufarbeitung, betont Seehofer. Trotz Verzichts auf eine Strafanzeige soll die Veröffentlichung nicht ohne Folgen bleiben. Der Innenminister kĂŒndigte die Anrufung des Deutschen Presserats an. Dieses Selbstverwaltungsorgan des deutschen Journalismus wacht ĂŒber die Einhaltung ethischer Grundnormen in Zeitungen und Zeitschriften. Horst Seehofer sieht in dem Artikel der âtazâ-Journalistin einen VerstoĂ gegen die ethischen Prinzipien journalistischer Arbeit. Der Beitrag ist zutiefst menschenverachtend und ruft eindeutig zur Gewalt und zum Widerstand gegen die Polizei auf. Damit verstöĂt die Autorin gegen vitale StraftatbestĂ€nde und trĂ€gt zu einer Radikalisierung und Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas bei. Nachdem bereits mehrere Klagen gegen die âtazâ und die Autorin bei der Staatsanwaltschaft eingegangen sind, wird diese den Sachverhalt klĂ€ren und gegebenenfalls juristische Schritte einleiten. Dies geschieht von Amts wegen und nicht auf Veranlassung des Innenministeriums, erklĂ€rt Seehofer.
Bei dem GesprĂ€ch mit der âtazâ-Redaktion steht nicht die Pressefreiheit zur Disposition und auch nicht die Bestrafung der Autorin, sondern es geht um eine grundsĂ€tzliche Auseinandersetzung um das gesellschaftliche Klima. Im Umgang mit dem politischen Gegner gelten Grenzen und Regeln. Die Demokratie lebt vom Streit der Positionen, allerdings auf einer gemeinsamen ethischen Basis, befindet der Innenminister. Wir mĂŒssen wieder lernen, das Miteinander auch im Streit zu kultivieren. Dieser Verantwortung muss sich auch der Journalismus stellen, denn Sprache könne auch eine Waffe sein. Es ist nicht zu akzeptieren, wenn einer Berufsgruppe wie der Polizei, die eine wichtige Aufgabe innerhalb der Gesellschaft wahrnehme, grundsĂ€tzlich die MenschenwĂŒrde abgesprochen werde.
Bei dem GesprĂ€ch mit der âtazâ-Redaktion steht nicht die Pressefreiheit zur Disposition und auch nicht die Bestrafung der Autorin, sondern es geht um eine grundsĂ€tzliche Auseinandersetzung um das gesellschaftliche Klima. Im Umgang mit dem politischen Gegner gelten Grenzen und Regeln. Die Demokratie lebt vom Streit der Positionen, allerdings auf einer gemeinsamen ethischen Basis, befindet der Innenminister. Wir mĂŒssen wieder lernen, das Miteinander auch im Streit zu kultivieren. Dieser Verantwortung muss sich auch der Journalismus stellen, denn Sprache könne auch eine Waffe sein. Es ist nicht zu akzeptieren, wenn einer Berufsgruppe wie der Polizei, die eine wichtige Aufgabe innerhalb der Gesellschaft wahrnehme, grundsĂ€tzlich die MenschenwĂŒrde abgesprochen werde.
Redaktion ad-hoc-news.de, NeoMatrix
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