Bericht: Schwarz-Rot einigt sich auf Verfassungsrichterkandidaten
30.06.2025 - 18:00:00Die Wahl durch die Abgeordneten soll am 10. Juli - dem vorletzten Sitzungstag vor der Sommerpause - erfolgen. Ob dieser Plan aufgeht, hĂ€ngt davon ab, ob GrĂŒne und Linkspartei den PersonalvorschlĂ€gen zustimmen. Da Union und SPD keine Absprachen mit der AfD treffen wollen, sind deren Abgeordnete zum Erreichen der notwendigen Zweidrittelmehrheit erforderlich. Eine Einigung mit GrĂŒnen und Linkspartei ist dadurch wahrscheinlicher geworden, dass die CDU/CSU bereits vor einigen Wochen auf ihren ursprĂŒnglich vorgesehenen Kandidaten, Bundesverwaltungsrichter Robert SeegmĂŒller, verzichtete. Er ist nun als beamteter StaatssekretĂ€r im Bundesinnenministerium im GesprĂ€ch. Die Linkspartei hat die Fraktionsvorsitzenden von Union, SPD und GrĂŒnen um weitere GesprĂ€che gebeten. "Die Union blockiert bisher GesprĂ€che und versucht, uns mit der AfD in einen Topf zu werfen", sagte Clara BĂŒnger, rechtspolitische Sprecherin der Linken, der FAZ. Ihre Fraktion fordert perspektivisch ein eigenes Vorschlagsrecht fĂŒr die Linke zur Verfassungsrichterwahl. Die nĂ€chste Richterwahl durch den Bundestag steht aber erst nach der Bundestagswahl 2029 an. Um die Wahl der Verfassungsrichter wird seit Monaten gerungen. Die Amtszeit von Josef Christ, dessen Nachfolger Spinner werden soll, war bereits im November abgelaufen. Brosius-Gersdorf und Kaufhold sollen auf Doris König, VizeprĂ€sidentin des Verfassungsgerichts, und Ulrich Maidowski folgen.


