Bundespolizei registriert mehr Betrug in der Arbeitsmigration
21.03.2025 - 12:00:00FĂŒr die Visa-AntrĂ€ge wurden laut der Warnung etwa verfĂ€lschte Arbeits- und AusbildungsvertrĂ€ge, gefakte Dokumente von AuslĂ€nderbehörden oder falsche Schulbescheinigungen eingereicht. Bei polizeilichen Kontrollen habe sich herausgestellt, dass Visumsinhaber teilweise nicht einmal ihren angeblichen Arbeitgeber gekannt hĂ€tten und sich nur in ihrer Muttersprache hĂ€tten verstĂ€ndigen können. Wie das BundespolizeiprĂ€sidium in Potsdam auf "Spiegel"-Anfrage mitteilte, seien von den Erschleichungen vor allem Auslandsvertretungen in Nord- und Ostafrika sowie in Asien betroffen. Angaben zu Fallzahlen seien nicht möglich, da das PhĂ€nomen statistisch nicht erfasst werde. Als Ursache des wachsenden Missbrauchs benennt die Bundespolizei die "legalisierten Zugangsmöglichkeiten zum deutschen Arbeitsmarkt" und das damit verbundene hohe Antragsvolumen. Vor zwei Jahren hatte die Ampelkoalition im Bund das neue Gesetz auf den Weg gebracht. Durch abgesenkte Anforderungen und weniger BĂŒrokratie im Bewerbungsprozess soll es qualifizierten AuslĂ€ndern einfacher gemacht werden, zum Arbeiten nach Deutschland zu kommen.


