VerbÀnde kritisieren marode Schulen und Notlösungen
02.09.2025 - 00:00:00
"SchĂŒlerinnen und SchĂŒler, LehrkrĂ€fte und Eltern versuchen teilweise, Defizite aufzufangen - etwa mit einem Kehrdienst oder einem neuen Anstrich in den Ferien. Eigentlich sollte es nicht von ihnen abhĂ€ngen, dass ihre Arbeitsumgebung in einem adĂ€quaten Zustand ist", sagte DĂŒll dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".
Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) sagte, dass Putzen oder Renovieren nicht zum Beruf von LehrkrÀften gehöre. "LehrkrÀfte reinigen nicht, streichen keine WÀnde und bringen auch nicht den Abfall raus. Aufgabe von LehrkrÀften ist es, Kinder zu bilden und zu erziehen", erklÀrte Bundesvorsitzender Gerhard Brand dem RND. Sparen an Reinigung und Instandhaltung sei ein "Raubbau" an der Schule.
Auch die Philologenverbandsvorsitzende Susanne Lin-Klitzing sprach von einem "Dauerzustand".
Viele Kommunen seien finanziell ĂŒberfordert, ohne eine stĂ€rkere Rolle des Bundes lieĂe sich Gleichwertigkeit bei Bildung nicht herstellen, sagte Lin-Klitzing. "Der Sanierungsstau ist real", berichtete auch die BundesschĂŒlerkonferenz. GeneralsekretĂ€r Quentin GĂ€rtner sagte: "Weder LehrkrĂ€fte noch SchĂŒler sind dafĂŒr da, KlassenrĂ€ume zu streichen oder Toilettenpapier zu kaufen. Wir brauchen die Zeit zu 100 Prozent fĂŒr guten Unterricht." Nach Angaben der Kreditanstalt fĂŒr Wiederaufbau (KfW) betrĂ€gt der Sanierungs- und Investitionsstau an Schulen bundesweit rund 68 Milliarden Euro - Tendenz steigend. DĂŒll fordert ein bundesweites Investitionsprogramm, um die Situation zu verbessern.


