Bevölkerung, Jahr

Bevölkerung im Jahr 2023 weiter gewachsen

25.01.2024 - 08:32:31

Zum Jahresende 2023 haben in Deutschland nach einer ersten SchÀtzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 84,7 Millionen Menschen gelebt.

GegenĂŒber dem Jahresende 2022 wuchs die Bevölkerung damit um gut 0,3 Millionen Personen, wie die Statistiker am Donnerstag mitteilten. Der Zuwachs entspricht dem Durchschnitt der Jahre 2012 bis 2021 und war deutlich geringer als im Jahr 2022, in dem die Bevölkerungszahl vor allem infolge der starken Zuwanderung aus der Ukraine um 1,1 Millionen Menschen gestiegen war. Die Nettozuwanderung (Saldo aus Zu- und FortzĂŒgen) war auch im Jahr 2023 die alleinige Ursache des Bevölkerungswachstums.

Wie in allen Jahren seit der deutschen Vereinigung fiel die Bilanz der Geburten und SterbefĂ€lle auch 2023 negativ aus, da erneut mehr Menschen starben als geboren wurden. Die Zahl der Geburten ging 2023 gegenĂŒber dem Vorjahr um etwa sieben Prozent und die Zahl der SterbefĂ€lle um rund vier Prozent zurĂŒck. Ausgehend von den bereits vorliegenden Meldungen der StandesĂ€mter ist fĂŒr 2023 mit 680.000 bis 700.000 Geborenen zu rechnen (2022: 738.819). Die Zahl der Gestorbenen betrug mindestens 1,02 Millionen (2022: 1,07 Millionen). Aus der SchĂ€tzung der Geburten- und SterbefĂ€lle ergibt sich ein Geburtendefizit (Differenz zwischen Geburten und SterbefĂ€llen) von mindestens 320.000. Dies entspricht etwa dem Niveau des Vorjahres (-328.000) und ist deutlich höher als im gesamten Zeitraum von 1991 bis 2021. Die Nettozuwanderung wird fĂŒr das Jahr 2023 auf 680.000 bis 710.000 Personen geschĂ€tzt. Im Vergleich zu den Jahren mit besonders starker Fluchtmigration 2015 (+1,14 Millionen) und 2022 (+1,46 Millionen) war die Nettozuwanderung 2023 damit deutlich geringer. Im langfristigen Kontext war sie allerdings auf hohem Niveau und vergleichbar nur mit den Jahren 1991 (+603.000) und 1992 (+782.000), als viele SpĂ€taussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion sowie KriegsflĂŒchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien nach Deutschland kamen, so das Bundesamt.

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