Bevölkerung Deutschlands um rund 100.000 Personen abgenommen
29.01.2026 - 08:11:24Wie in allen Jahren seit der deutschen Vereinigung 1990 ĂŒberstieg auch im Jahr 2025 die Zahl der Gestorbenen die Zahl der Geborenen. Im Unterschied zu den Vorjahren nahm allerdings die Differenz zwischen den Geburten und SterbefĂ€llen (Geburtendefizit) zu, wĂ€hrend der Saldo aus Zu- und FortzĂŒgen (Nettozuwanderung) deutlich abnahm. Die LĂŒcke zwischen den Geburten und SterbefĂ€llen konnte erstmals seit 2020 durch die Wanderungsgewinne nicht geschlossen werden, sodass die Bevölkerungszahl sank.
Die Zahl der Geburten nahm im Jahr 2025 weiter ab. Ausgehend von den bereits vorliegenden Meldungen der StandesĂ€mter ist fĂŒr 2025 mit 640.000 bis 660.000 Geborenen zu rechnen (2024: 677.117). Die Zahl der Gestorbenen betrug gut 1,00 Million (2024: 1,01 Millionen). Daraus ergibt sich fĂŒr 2025 ein Geburtendefizit von 340.000 bis 360.000 Personen. Das Geburtendefizit ĂŒbersteigt bereits seit 2022 die Marke von 300.000 Personen. Im Jahr 2024 hatte es 330.641 betragen. In den 2010er-Jahren war es dagegen mit durchschnittlich 171.423 Personen deutlich niedriger.
In den ersten zehn Monaten des Jahres 2025 gab es 220.000 mehr ZuzĂŒge nach Deutschland als FortzĂŒge ins Ausland. Damit war der Saldo deutlich geringer als im Vorjahreszeitraum (Januar bis Oktober 2024: 391.500 mehr Zu- als FortzĂŒge). FĂŒr das Gesamtjahr 2025 wird die Nettozuwanderung nach den bisher vorliegenden Daten auf 220.000 bis 260.000 Personen geschĂ€tzt. Damit war sie um mindestens 40 Prozent geringer als im Jahr 2024 (430.183 Personen). Auf einem Ă€hnlich niedrigen Niveau wie im Jahr 2025 hatte die Nettozuwanderung zuletzt im Corona-Pandemiejahr 2020 (220.251 Personen) gelegen. Im Durchschnitt der Jahre 1990 bis 2024 war der jĂ€hrliche Wanderungssaldo mit 356.000 Personen deutlich höher, so das Bundesamt.


