Rote, Karte

Rote Karte fĂŒr Rassismus: EM-Aktion nach Eklat um Schröder

03.09.2025 - 19:31:57

Beim Litauen-Spiel kam es zu rassistischen Anfeindungen gegen den deutschen KapitÀn Dennis Schröder. Vier Tage spÀter folgt eine Reaktion der Basketball-Organisatoren.

Der Basketball-Weltverband Fiba und Gastgeber Finnland haben sich zum Abschluss der Vorrunde in Tampere sichtbar mit dem deutschen KapitĂ€n Dennis Schröder solidarisiert. Vor dem Duell der Finnen mit Weltmeister Deutschland lagen in der Nokia Arena ĂŒber 13.000 rote Karten mit dem Schriftzug «Stop racism» (Stoppt Rassismus) auf den jeweiligen PlĂ€tzen - selbst auf der PressetribĂŒne waren die Schilder verteilt worden. Kurz vor Spielbeginn hoben alle die Karten auf Kommando nach oben.

Spielmacher Schröder hatte nach dem EM-Spiel gegen Litauen (107:88) am Samstag von rassistischen Anfeindungen - konkret von AffengerÀuschen - von den ZuschauerrÀngen gegen seine Person berichtet. Der 31-JÀhrige sagte dazu: «Man kann mich beleidigen, aber AffengerÀusche ist eine Sache, die ich nicht respektiere und nicht akzeptiere. Rassismus gehört nicht zu diesem Sport.»

Zuschauer wird ausgeschlossen

Die Anfeindungen kamen von einzelnen litauischen Fans. Die Fiba hatte auf den Vorfall reagiert und einen VerdĂ€chtigen von weiteren EM-Spielbesuchen ausgeschlossen. Zwei Fans waren zuvor der Halle verwiesen worden. Litauens Profis entschuldigten sich bei Schröder. Auch beim Spiel gegen Großbritannien am Montag hatte es SolidaritĂ€tsbekundungen mit dem deutschen NBA-Profi gegeben.

@ dpa.de