DEB-Auswahl gelingt WM-Generalprobe
06.05.2024 - 21:55:51Mit dem Meister-Upgrade aus Berlin hat es fĂŒr das deutsche Eishockey-Team wenigstens eine gelungene WM-Generalprobe gegeben, richtig in Form ist der Vize-Weltmeister vier Tage vor dem Turnierstart aber immer noch nicht.
Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes gewann in WeiĂwasser das letzte Vorbereitungsspiel gegen Frankreich mit 4:3 (1:0, 2:2, 0:1) nach VerlĂ€ngerung. Ein Overtime-Treffer von Dominik Kahun (63. Minute) sorgte fĂŒr den erst dritten Sieg im achten WM-Test. In regulĂ€rer Spielzeit hatten Frederik Tiffels (9.) und Leo Pföderl (34./37.) fĂŒr die Auswahl von Bundestrainer Harold Kreis getroffen, die am Dienstag mit dem Bus ins tschechische Ostrava weiterreist. Dort trifft Deutschland am Freitag (16.20 Uhr/ProSieben und MagentaSport) im ersten Vorrundenspiel auf Olympia-Bronzegewinner Slowakei.
Auch die Franzosen sind bei der WM im letzten Vorrundenspiel am 21. Mai erneut Gegner der Deutschen, die sich im Vergleich zum 3:5 nach 3:0-FĂŒhrung gegen Frankreich am Samstag in Wolfsburg erst noch defensiv verbessert zeigten. Im weiteren Spielverlauf aber nahmen die Abstimmungsprobleme und individuellen Fehler zu. Auch im Angriff wĂ€re mehr drin gewesen als die vier Treffer.
EisbÀren-Profis bringen Selbstvertrauen mit
Im Mittelpunkt standen die neu zum WM-Team gestoĂenen Spielern. In WeiĂwasser erstmals in der Vorbereitung dabei waren Verteidiger Maksymilian Szuber, der aus den Playoffs der nordamerikanischen AHL mit den Tucson Roadrunners ausgeschieden war. Zudem gaben die Verteidiger Kai Wissmann und Jonas MĂŒller sowie die Angreifer Tiffels, Tobias Eder und Leo Pföderl ihren Einstand. Das Quintett war vor zehn Tagen mit den EisbĂ€ren Berlin deutscher Meister geworden.
Und die Neuen brachten sich sogleich mit viel Selbstvertrauen positiv ein. ZunĂ€chst fĂ€lschte EisbĂ€ren-StĂŒrmer Tiffels einen Schuss von Bremerhavens Lukas KĂ€lble nach neun Minuten ins Netz ab. Im ersten Drittel zeigte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes eine konzentrierte und solide Vorstellung. Deutschland ĂŒberstand auch Unterzahl-Situationen sicher, hatte aber in Ăberzahl teilweise Pech. Vor allem NHL-StĂŒrmer JJ Peterka scheiterte bei teils erstklassigen Möglichkeiten.
Grubauer sieht beim Ausgleich von Claireaux unglĂŒcklich aus
Dies rĂ€chte sich im Mittelabschnitt unmittelbar nachdem NHL-Keeper Philipp Grubauer absprachegemÀà zur HĂ€lfte des Spiels fĂŒr Mathias Niederberger ins Tor kam. Beim Ausgleich durch den frĂŒheren DEL-Spieler Anthony Rech (31.) war der 32-JĂ€hrige aus Seattle machtlos. Die Partie wurde nun etwas wilder. Erneut waren es Berliner Angriffsaktionen, die Deutschland zweimal wieder in FĂŒhrung brachte. Einen Wissmann-Schuss fĂ€lschte Pföderl diesmal ins Netz ab. Noch einmal kam Frankreich zurĂŒck. Beim schnellen Ausgleich von Valentin Claireaux (35.) sah Grubauer allerdings etwas unglĂŒcklich aus. Schön herausgespielt war dann das deutsche 3:2, als Pföderl ein Zuspiel von MĂŒnchens Yasin Ehliz verwertete.
Im Schlussdrittel schenkte Szuber mit einem haarstrĂ€ubenden Abspielfehler erneut Rech den 3:3-Ausgleich (41.). Im Angriff war Deutschland nun spielerisch klar besser und kam zu etlichen HochkarĂ€tern, die aber in der regulĂ€ren Spielzeit nicht mehr genutzt wurden. Erst in der VerlĂ€ngerung fiel schlieĂlich der verdiente Siegtreffer.


